gamedock

Es gibt Ideen, die sind jetzt nicht so neu, ihre Umsetzung dafür aber umso besser. Das GameDock von Cascadia Games ist so ein Fall. Im Endeffekt ist es nichts weiter als ein iPhone-/iPad/iPod-Touch-Dock (ab iPhone 4, iPod Touch 4 Gen., iPad 2) mit einem HDMI-Ausgang. Doch zwei Sachen unterscheiden das GameDock gehörig von seinen Mitbewerbern: erstens gibt es zwei USB-Controllerports in die u.a. USB-NES-Controller-Fakes (auch von Cascadia entworfen) passen und zweitens sieht das Ding so geil kantig und grau retro aus, dass echtes 8bit-Feeling rüber kommt. Der Preis für ein Dock mit 2 NES-Nachbau-Controllern (das Dock ohne Controller ist leider ausverkauft) liegt aktuell bei 150 USD + 20 USD Versand nach Deutschland / Europa. Das ist zwar happig, wer aber nur die Idee dahinter geil findet, der kann das GameDock auch mit weniger Geld fördern, klassisches Kickstarter-Crowd-Funding halt. Damit ihr jetzt die rosarote Retro-Brille aufgesetzt bekommt hier ein paar Spieledemos live vom GameDock-Prototypen.

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Nicht neu, aber: 8bit, Retro, Lego und eingängige Melodien gehen immer. Super Soundtrack für einen schönen sonnigen Restsonntag. 
(via)

Zwar nur ein Fake, aber auf jeden Fall sehenswert: Dennis Owens 8-bit Interpretation von Blizzards RTS-Klassiker Star Craft. Allein die Intromusik dürfte damals schnellstens Kultstatus erreicht haben. Achja: Blizzard wurde erst 1991 gegründet, diese Jünglinge!

Ironischerweise hat sich Westwood, Quasi-Erfinder der isometrischen Echtzeitstrategie, bei weitem weniger lange gehalten, als es Blizzard als gute Kopierer getan hat. Ein perfektes Beispiel dafür, dass starke Marken alleine nicht reichen, wenn man selbst als Entwickler den Drang zu Perfektion und Weiterentwicklung nicht hat.

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via [Kotaku]

Ich mag Retro-Games. Einige Klassiker wie Age of Empires 2, TOCA 2, MadTV, Ultima 7, Fallout 2 und MDK spiele ich mindestens einmal im Jahr zumindest nochmal kurz an. Andere würde ich gerne wieder anspielen, habe aber entweder die CDs nicht mehr (Umziehen ist scheiße), oder die Vollversion mir damals von nem Kumpel geliehen.

Auf Ebay hab ich prinzipiell nach einigen schlechten Erfahrungen keine Lust und Kaufhäuser auf Verdacht abklappern gehört nicht zu meinen Hobbies. Gut, dass es die Jungs von CD-Project und damit Gog.com (Junge, die Domain muss teuer gewesen sein, dreistellig und Top-Level) gibt. Auf Gog, passenderweise die Abkürzung für Good Old Games, kann man Spieleklassiker vergangener Tage downloaden. Das ist natürlich nicht kostenlos, schließlich werden manche Titel extra für Windows XP und Vista angepasst und auch zukünftig noch mit Addons und Patches versorgt. Trotzdem ist der Preis mit 5,99 USD bis 9,99 USD dem Euro sei dank sehr, sehr fair.

Das Beste an Gog.com ist aber, dass die runterladbaren Retro-Titel absolut DRM-frei sind. Das heißt kein nerviger Kopierschutz, der einem irgendwann wenn die Seite nicht mehr existieren sollte erzählt, man habe den Titel noch richtig aktiviert. Wer will kann seine kleine Spielesammlung dann auch ohne Probleme auf CDs oder DVDs sichern. Da gebe ich für extra angepasste, kopierschutzbefreite und sogar noch mit Patchgarantie versehene Klassiker gerne unter 10 Euro aus. Jungs, lasst euch knuddeln, ich freu mich schon. Mein Anmeldung zum Betatest ist übrigens gerade raus.

***UPDATE*** Das Projekt wurde leider eingestellt. Ein neuer Entwickler hat sich leider nicht gefunden. ***/UPDATE ENDE***

YES!!!! (LEIDER NO!!!)

Kennt ihr noch den Amiga-/ PC-Klassiker „Der Clou“? Lange bevor es GTA gab, hat es schon eine Menge Spaß gemacht, andere zu berauben. Ich werd nie vergessen, wie ich den Titel 2001 damals zusammen mit der Demoversion zu „Der Clou 2“ als Gratisvollversion auf einer Cover-CD gefunden hab. Im Gegensatz zur total langweiligen Demo des Remakes, konnte ich mit dem ersten Teil Stunden vor Bildschirm meines alten Retro-Zock-Computers (Pentium 200 MMX, 128 MB EDO-RAM (!!), Voodoo 1 (ganze 4 MB Videospeicher) und 4,3 GB Festplatte) verbringen.

Der erste Teil war einfach simple und fordernd zugleich, sah herrlich schön Oldschool aus mit seiner Comic-Grafik, die damals wohl nur von deutschen Spieleklitschen soo gemacht werden konnte, und hatte eine stetige, wenn auch fiese Lernkurve. Darüber hinaus konnte ich mich diebisch über die vielen kleinen Anspielungen und ironischen Zitate freuen. Achja, das war schön… Der zweite Teil ist zwar weitaus besser, als ich ihn wohl damals aufgenommen hab. Ihm fehlt aber komplett der Charme des Vorgängers.

Eher durch Zufall bin ich heute dann auf eine kleines Projekt aufmerksam geworden. Auf openclou.org versucht ein kleines Team sich an einem Remake das Klassikers. Erste Konzeptzeichnungen sind schon vorhanden. Zwar wirds auch ein 3D-Remake, aber aus dem Projekt könnte trotzdem was werden. Und selbst wenn nicht. Ich freu mich einfach, dass es da Draußen noch mehr Fans dieses Spiels gibt! YEAH!

Allein deswegen lohnt sich der Besuch der „Retrospektive 2008“ schon. Insgesamt darf man hier gut 25 Jahre Video- und Computerspielhistorie begutachten. Und wem das alleine noch nicht reicht, der kann sein sauer verdientes Geld auch noch aufm gleichzeitig stattfindenden Flohmarkt auf den Kopf hauen.

Stattfinden tut das Ganze übrigens vom 26. und 27. Juli 2008 – 9:00-19:00 Uhr im total zentralen Südoldenburg. Das ist blöd für diejenigen ohne Auto, weil mit Bahn anreisen in kleine Städte eh immer blöd ist – lang lebe der schlechte Nahverkehr in diesen Regionen.Dafür kostet der Eintritt sage und schreibe einen Euro, das sollte man sich also noch so gerade leisten können.

Wer sich schon einmal ein klein wenig auf Retro einstimmen möchte, sollte einmal folgende Linktipps von mir beherzigen:

  • kultpower.de – Riesiges Archiv mit Testberichten und Cover der guten alten Powerplay, ASM, Amiga und PC Joker, sowie dutzend anderen weniger bekannten Spielemagazine. Achja, damals hat Lesen noch Spaß gemacht.
  • thelagecy.de – Umfangreichstes Spielearchiv im deutschen Raum.  Übersichtlich gestaltet und dank Frames-Architektur perfekter Retrostyle.
  • retrogames.info – Verein zur „Arterhaltung“ der Retro-Spielerei. Lobenswerte Mission und ein paar nette Informationen zum Retrogamen. Was will das Spielerherz mehr?
  • 8bit-museum.de – Sehr schöne Übersicht über alle Heimkonsolen und sonstiges Gerät, was jemals Videospiele abspielen konnte. Unbedingt anschauen!
  • achtbit.de – Schöne Übersicht über alle möglichen Bücher zum Thema Retrozocken. Jaa, Print ist halt doch nicht tot.
  • mobygames.com – So wie The Lagecy von oben, nur größer und komplett auf englisch. DAS Nachschlagewerk für Spieleinformationen schlechthin.

So, damit dürftet ihr genug Input für die nächsten zwei Wochen haben, trotzdem: Texturmatsch.de-Lesen nicht vergessen 😉