Es hat jetzt ja auch nur ne gefühlte Ewigkeit gedauert, dass Sega es endlich wieder hinbekommt ein ordentliches Sonic-Spiel zu entwickeln. Im Vergleich zum Erzrivalen Mario musste unser blauer Igel in der Vergangenheit eine ganze Menge spielerischer Tiefschläge einstecken. Sonic Generations könnte dahingegen endlich mal wieder ein richtiger Kracher werden, ick freu mir schon!
Achja: es kommt irgendwann Ende dieses Jahres für PS360 in Japan raus, Europa düfte erfahrungsgemäß dann ein paar Wochen / Monate / Jahre später oder nie beglückt werden.
Ich muss es schon wieder gestehen, ich bin eine Konsumhure der kaum therapierbaren Art und Weise. Ich hab so eine Art Kaufreflex bei möglichst abgefahrenen, unbekannten oder einfach nur grandios vielversprechenden Sachen. Egal ob Spiele, Bücher, DVDs oder Klamotten, irgendwann schlägt dieser Implus einfach zu. Mein Bankkonto kann Bände davon sprechen. Umso weniger erstaunlich also, dass ich nach Christians Lobhudelei sofort einem erneuten Kaufreflex erliegen musst.
Objekt der Begierde dieses Mal: Darksiders, eine Mischung aus God of War, Bayonetta und diversen anderen Spielen, in denen man das Böse einfach mal so richtig fies auf die Fresse hauen darf. Achja, Böse ist hierbei übrigens eine relativ zu wertende Bezeichnung, besser definiert bedeutet es, dass alles was gegen mich ist automatisch böse ist und ihm deshalb ordentlich der Arsch versohlt gehört. Was allerdings das Kick-Ass-Feature des Spiel für mich ist: man darf als einer der Apokalyptischen Reiter die Hölle so richtig aufheizen. Es geht quasi ein Kindheitstraum für mich in Erinnerung. Seitdem ich das erste mal “The four Horsemen” von Metallica hörte, wollte ich durch die Lande ziehen und Unschuldige auf brutalste, abscheulichste und schmerzhafteste Art dahin meucheln. Ja, ich bin ein schlechter Mensch und meine Moral ist verworren, aber: die USA hatten acht Jahre George W. Bush als Präsident, wie lassen uns von Angelika Merkel von einem seichten Konsens zum Anderen regieren und Gazprom darf in Rußland weiter für den Ausweitung der Weltklimakatastrophe sorgen. Ich kann also garnicht böse genug sein.
Achja, Darksiders kann man für sexy schlanke 45,95 aktuell bei Amazon vorbestellen. Mit dazu gibt es ein sicherlich unglaublich genailes Artbook gratis, welches alleine schon 24,99 kostet. Wie gesagt, alles sehr Konsumreflexfreundlich, und jetzt muss ich mir nur noch überlegen, wie ich das meinem Konto schonend beibringe.
P.S.: Kritiker sind von dem Titel übrigens maßlosbegeistert. Nicht, dass es sich bei den Kritikern um besonders glaubwürdige Experten handelt, aber so ein wenig objektive Absolution kann ja nie schaden.
Yes, Scarlett Johannson und Mickey Rourke als russisches Terror-Päarchen, zwar ein bisschen viel Klischee, aber dafür passen die beiden einfach perfekt zusammen. Mehr im Trailer:
Ja, ich gebe es zu: lange war her nichts los. Was unter anderem daran lag, dass meine Konsumverdrossenheit epische Ausmaße annahm ganz konträr übrigens zu meiner Arbeitswut. Nun gibt es zum Glück aber durchaus noch Nachrichten, die selbst mich alten, abgestandenen Gaming-Nerd zurück vor die Tastatur locken.
Mickey Mouse, typischerweise ein Idol meiner frühen Kindheit, und seitdem durch ellenlange Comicstrips,Unmengen an Franchise-Artikeln wie Tassen, T-Shirts oder Brotdosen bis zum maximalen Cash-Flow ausgequetscht, sozusagen eine der effizientesten Comic-Figuren der Welt, bekommt nun von dem Mann, der uns mit Deus Ex 2 eine fatal uninspirierte Neu-Interpretation seines eignen Genre-Klassikers servierte, einen neuen Kontext übergestülpt. Die Genesis einer Comic-Legende im Videospielgewand also.
Erste Bilder lassen auf eine spektakulär erwachsene Neuinterpretation hoffen. Flugzeugwracks, ebenso futuristische wie kalte Megastädte aus Stahl und Beton zeichnen eine Dystopie die selbst Blade Runner nicht besser hätte vermitteln können. Maschinenartige Fabelwesen und ein puppenartiger Goofy, der eher ein eine aus Holz gefertigte Marionette des Schreckens erinnert denn an einen sympathischen Trottel, unterstreichen den post-apokalyptischen Charakter des bis jetzt schlicht “Epic Mickey” getauften Wii-Titels. Man darf gespannt bleiben. (via LiveJournal.com)
Ich mag Milieu-Studien, egal ob als Film oder Roman. Life is hot in Cracktown ist da das perfekte Beispiel. In dem nur als Cracktown bezeichneten Stadteil versuchen die verschiedensten Persönlichkeiten nebeneinander zu existieren. Manche haben Träume von einem besseren Leben, andere haben das Träumen schon längst verlernt. Buddy Giovinazzo skizzierte schon damals in seinem Roman einen ebenso lebendigen wie düsteren Mikrokosmus und konnte mich dank gut gestrickter Einzelschicksale fesseln.
Da freut es mich als Leser doch umso mehr, wenn eben jener Buddy Giovinazzo, dem bis jetzt der ganz große Wurf im Kino noch nicht gelingen konnte, sein kleines Meisterwerk selber verfilmen darf. Noch mehr freut es mich, wenn der erste Trailer einen sehr guten Eindruck macht. Eine düstere, trotzdem zwischen Hoffnung und Verzweiflung pendelnde Atmosphäre, gute Schauspieler und eine durchaus gekonnte Inszenieren lassen auf mehr hoffen. Wer Beweise möchte darf sich gerne einmal den Trailer anschauen.
3DRealms ist am Ende, “Duke Nukem Forever” ist erst einmal Geschichte und mit seinem Ende wird auch zugleich eine Ära im Ego-Shooter-Kosmus zu Grabe getragen, die mit genau jenem Titel seinen Anfang gefunden hatte. Der bunte, sich zu jeder Zeit ironisch hinterfragende Fun-Shooter gefüllt mit abstrusen Gegnern, irrwitzigen Macho-Dialogen und gezeichnet von einer übertriebenen Gewaltdarstellung ist nicht mehr.
Duke war für das Shooter-Genre immer der Paradiesvogel: dunkle Zukunftsvisionen, vertrackte Kellergewölbe oder gar Weltkriegsszenarien, “Duke Nukem Forever” trotze diesem Trend. Wer Duke Nukem spielte wollte Spaß, leichtbekleidete Mädchen und jede Menge Action, erwarb damit aber auch den Anarcho-Charme eines Macho-Helden, der genau jene Stereotypen der Shooter-Einheitsbrei-Protagonisten mit ihren eigenen Waffen (derbe Sprüchen, unbändige Kraft und hoher Sexappeal) ironisch gegen die Wand spielte. Auf Duke Nukem Forever zu warten hatte immer diesen herrlichen Beigeschmack einer kleinen, verbotenen Beziehung. 3DRealms werkelte seit Urzeiten, um genau zu sein 1997, an diesem Titel, veröffentlichte eine gute Anzahl von Teaster-Trailern und wurde zuletzt von keinem mehr wirklich ernst genommen. Trotzdem wartete man geduldig auf einen neuen Ausflug mit unserem “all American”-Shooter-Sweatheart. Duke hätte allen “Call of Duties”, “Quakes”, “Gears of Wars” und “Unreal Tournaments” der Neuzeit gezeigt, was ein klassischer Shooter alles sein muss und was er auf keinen Fall sein darf. Dieser Wunschtraum fand leider letzte Woche sein unvermeidliches Ende.
Duke Nukem is taking forever?! Halt, vielleicht doch nicht. Twitter this funky new shit is your friend, my little son. Apogee Software, die Mutter 3DRealms, verkündet auf ihrem Twitter-Account, dass es nächste Woche eine Pressemitteilung zum Thema “Duke Nukem” geben wird. Gut, dass muss noch nichts heißen, schließlich werkelt Apogee gerade auch an einer “Duke Nukem Triologie” für den Nintendo DS und Sonys PSP. Aber es könnte durchaus etwas mit der Zukunft “Duke Nukem Forevers” zu tun haben, wir dürfen also gespannt sein. Bis dahin schau ich mir noch mindestens zehn Mal den Duke-Nukem-Forever-Abschiedstrailer an.
Die Sonne scheint, in “Onechanbara” gehts endlich weiter (Selbstmordgamedesign my ass), “Afro Samurai” liegt auch schon auf meinem Tisch und ein kühles Bier gibt es hoffentlich auch gleich. Was könnte es noch schöneres geben? Genau, die Gewissheit, dass “Brütal Legend”, Tim Schafers herrlich überspitzte Actionsatire, am 16. Oktober (die Amis dürfen schon am 13. virtuelle Anarchie genießen) in den Handeln und hoffentlich in das Laufwerk meiner 360 kommt. Da sag ich nur: Hail to the king, baby!
Nein, nicht zu viel Sake getrunken, ich bin von “Mini Ninjas” zu diesem angeblich japanischen Sprichwort über das Schicksal inspiriert. Dieser Spruch passt einfach zu herrlich zu “Mini Ninjas“, der neue Titel von IO-Interactive (Kudos, weil es dieses Mal kein fragwürdig motivierendes Actiongeschnetzel geworden ist). Ihr spielt- Achtung Überraschung – Miniatur-Ninjas, die sich durch eine quietschbunte Welt schnetzeln, springen, schlittern und fliegen dürfen. Was daran nun so besonders ist? Es sind putzige kleine Ninjas mit ner ordentlichen Portion Action, anders gesagt: du kannst es als Mann spielen, ohne dass deine Freundin dich für einen üblen Amokläufer hält. Ich höre schon Sätze wie “Ach Schatz, Hiro, Suzuna und Tuto sind ja soo süß, lass uns noch ein wenig weiterspielen” in meinen Orakel-Ohren wiederhallen. Find ich gut, Titel sollte ich mir also merken. Mal davon abgesehen: sind Ninjas, Schwerter, fliegende Woks und übergroße Gegner nicht sowieso fast so cool wie Bikini-Schönheiten mit übergroßen Möpsen, die mit Schwertern Zombies zersägen? Man kanns so halt nur besser verkaufen, nicht?