Warum Onlinekeystores kein Mensch braucht

Die Diskussion über sogenannten Onlinekeystores, wie z.B. G2play.net oder Onlinekeystore.com, wird immer noch brisant im Netz geführt. Aktuell wird gerade wieder im Gulli-Board angesichts der Klage GDatas gegen den Onlineshop Gamerdeals.de mit harten Bandagen über die Illegalität dieser Art des Softwareerwerbs bzw. -vertriebs gestritten. Die Frage, ob der Vertrieb einer vom Retail-Produkt getrennten Seriennummer nun legitim ist, weiß ich mangels rechtlicher Grundlage nicht zu beantworten. Fakt ist jedoch, dass ein Urteil in einem ähnlich gearteten Fall diese Art des Softwarevertriebs als nicht gesetzteskonform, sprich illegal, abhandelt.  Dennoch interessiert mich an dieser Stelle nicht die rechtliche Grundlage, sondern eher die harten Fakten, welche auch die größte Motivation zum Kauf eines solchen Keys darstellt: der angeblich heftige Preisunterschied zwischen dem Retail-Produkt und dem einzelnen Key.  Die Frage, die es zu beantworten gilt, lautet als folglich: wie groß ist die Preisdifferenz wirklich? Die Antwort darauf fällt – um es gleich schon einmal ein wenig vorweg zu nehmen – sehr ernüchternd aus.

Berücksichtigt wurden bei meiner Recherche nur die beiden bekannten Online-Key-Händler G2play.net und Onlinekeystore.com. Grund hierfür ist zum einen eine gewisse Sicherheit, dass die georderten Keys auch geliefert werden, und zum anderen die Tatsache, dass diese Händler schon länger bekannt sind für ihre angeblichen Dumpingpreise. Auch wurden nur Keys für die Downloadplattformen Steam und  EA Downloadmanager berücksichtigt.

Sogenannte Backup-Keys kamen nicht in Frage, da hier keine Möglichkeit besteht, dass Spiel aus einem legalen Distributionskanal zu beziehen. Als Vergleichsprodukt zog ich die Retail-Versionen aus England heran. Grund hierfür ist nicht nur die Tatsache, dass in England aufgrund der stark Konsolen-fixierten Kundschaft PC-Spiele allgemein günstiger sind als in Deutschland, sondern auch der Umstand, dass Keyhändler ihre Ware nur deshalb so günstig verkaufen können, da sie die Seriennummern aus Niedrigpreisländern wie Polen oder Tschechien beziehen. Warum also deutsche Verkaufsversionen mit importierten Billig-Keys vergleichen wenn dies nicht fair wäre?

Bei unseren Probanden handelt es sich um die aktuellen PC-Hits Just Cause 2, Assassin’s Creed 2, Supreme Commander 2, Metro 2033, Command & Conquer 4 und Battlefield: Bad Company 2. Verglichen wurde immer der beste Geizhals.at-Preis (Coolshop.co.uk wurde ignoriert, da nicht nach Deutschland geliefert wird)  für die engliche Version mit dem niedrigsten Preis der beiden Keyhändler. Here we go:

  • Just Cause 2 // Preis Keyhändler: 27,99 Euro // Preis UK-Retail-Version: 26,67 Euro
  • Assassin’s Creed 2 // Preis Keyhändler: 27,99 Euro // Preis UK-Retail-Version: 17,77 Euro
  • Supreme Commander 2 // Preis Keyhändler: 23,34 Euro // Preis UK-Retail-Version: 25,27 Euro
  • Metro 2033 // Preis Keyhändler: 26,67 Euro// Preis UK-Retail-Version: 25,55 Euro
  • Command & Conquer 4 // Preis Keyhändler: 21,11 Euro // Preis UK-Retail-Version: 27,48 Euro
  • Battlefield: Bad Company 2 // Preis Keyhändler: 21,11 Euro // Preis UK-Retail-Version: 27,50 Euro

Wie schon eingangs erwähnt fällt bei realistischer Marktbetrachtung die Ersparnis beim rechtlich zweifelhaften Key-Kauf gegenüber dem Import einer UK-Version recht gering aus. Und nicht nur dass, einige Titel wie z.B. Just Cause 2, oder noch eklatanter Assassin’s Creed 2, sind als UK-Retail-Version sogar ein wenig bis deutlich günstiger als der Kauf einer Seriennummer.

Nun mögen einige Sparfüchse sicherlich damit argumentieren, dass etwaige Versandkosten noch dazu kommenund man ein wenig auf das Spiel warten muss. Dennoch: die Versandkosten aus UK sind meist sehr gering bzw. bei einigen Händlern sogar schon im Preis inkludiert und wer günstiger an die heiß geliebten Titel herankommen möchte, muss vielleicht auch ein wenig Wartezeit in Kauf nehmen. Mal davon abgesehen, dass ein UK-Retail-Produkt noch eine nette Verpackung und ein Handbuch mitsich bringt und garantiert nicht vom Publisher bei Steam gesperrt wird, wie dies z.B. bei Modern Warfe 2 der Fall war. Auch ist die Gefahr nicht vorhanden, dass der Key z.B. vom Großhändler mit gefälschten Kreditkarten gekauft wurden, oder das erst garkein Key geliefert wird und man außer einer Ltd. keinen anderen Ansprechpartner hat.

Meiner Meinung nach rechtfertigt die kaum vorhandene bzw. relativ geringe Preisdifferenz die negativen Seiten des Online-Key-Kaufs wie unseriöse Herkunft der Keys, rechtlich ungeklärte Situation, mögliche Sperrung des erworbenen Key bei Steam oder bei einigen Toptiteln lange Wartezeit auf den vorbestellten Key, nicht. Wer günstig am PC spielen will fährt im Endeffekt mit einem UK-Import also am besten. Keyhändler dieser Welt, eure Existenz ist nicht nur mehr dubios, sondern auch einfach überflüssig geworden.

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30. März 2010 Meinungsmatsch, Videospiele

15 Comments

  1. Konrad Kelch sagt:

    Lesenswert: Warum Onlinekeystore (http://www.texturmatsch.de/?p=1130) http://www.texturmatsch.de/?p=1130 #G2play.net #Keyhändler #UK-Import

  2. Konrad Kelch sagt:

    Lesenwert: Warum Onlinekeystores keiner braucht (http://bit.ly/bZGLIv) #g2play #oks #steam #uk_import

  3. Thomas sagt:

    Sehr schöner Bericht.Muss ich gestehen.Wobei du nur die Preise von G2play und OKS verglichen hast.Der Markt bietet doch viel mehr Shops wie noch Gamerdeals oder Onesell.de.Dort sind die Preise nochmal weitaus besser.

    * Assassin’s Creed 2 // Preis Keyhändler: 20,99 Euro // Preis UK-Retail-Version: 17,77 Euro
    * Supreme Commander 2 // Preis Keyhändler: 20,99 Euro // Preis UK-Retail-Version: 25,27 Euro
    * Metro 2033 // Preis Keyhändler: 16,99 Euro // Preis UK-Retail-Version: 25,55 Euro
    * Command & Conquer 4 // Preis Keyhändler: 20,99 Euro // Preis UK-Retail-Version: 27,48 Euro
    * Battlefield: Bad Company 2 // Preis Keyhändler: 20,99 Euro // Preis UK-Retail-Version: 27,50 Euro

    Also der Bericht ist gut,die Recherche etwas mangelhaft.

    Auch bei persönlichen Differenzen sollte man sowas in einen Bericht miteinbeziehen,denn dort ist auch ein deutsches Impressum.

  4. Konrad Kelch sagt:

    Gamerdeals.de hab ich absichtlich irgnoriert, da der Betrieber sich im Internet nicht unbedingt als perfekter Geschäftsmann erwiesen hat. Und Onesell.de hat nicht unbedignt das aktuellste Programm und bietet sehr wenig Steam-Keys an, OKS.com und G2play.net blieben da als größte Keyhändler nur noch übrig.

  5. Markus sagt:

    Danke für den tollen Bericht. Habe mich mal länger mit dem Thema beschäftigt, da plötzlich der Kolbe im Gulliboard seine Geschäftspraktiken glaubhaft machen wollte…

    Ich hatte sogar mal den Steamsupport angeschrieben, was die zu der rechtlichen Situation sagen, und als Antwort kam, dass die Keys nicht supported werden…

    Toller Blog übrigens! Gerade drüber gestolpert und gleich abboniert 🙂

  6. Facepalm sagt:

    Der Preisunterschied mag bei vorgestellten Titeln zu gering sein, um das Risiko und die fehlende Verpackung zu rechtfertigen. Allerdings sind das ziemlich aktuelle, beliebte Top-Titel. Wer nach nur etwas älteren oder weniger beliebten/beworbenen Spielen sucht, stößt auf Preisunterschiede von z.B. 20€ bei Siedler 7. Da ist die Argumentation hinfällig.

  7. Kommentator sagt:

    Immer zwischen den Zeilen lesen.
    Im Beitrag wurde die IT-Rechtskanzlei als Quelle genannt.
    Zu erwähnen sei jedoch dass man sich die gesamte Urteilsbegründung grundsätzlich anschauen sollte und auch klar kontrollieren muss WER GIBT HIER EINE ZUSAMMENFASSUNG.

    Besagte Kanzlei steht (als einzige Kanzlei) genau auf der Seite der hiesigen Hersteller!
    Wenn man dann mal gezielt für das Thema eine Recherche im Internet startet wird man schnell merken: Hat eine andere Quelle die gleiche Ansicht, wird sich lediglich genau auf die Grundquelle (It-recht-kanzlei.de) verwiesen.

    Jedoch habe ich bei der Suche nach Quellen noch viele weitere spannende Aussagen, auch von unterschiedlichen Experten, gefunden.

    Prof. Dr. Friedrich Rüffler
    Dr. Malte Grützmacher
    Prof. Dr. Thomas Hoeren (Drei Gutachten zu diesem Thema!)
    Prof. Dr. Olaf Sosnitza
    Andreas Meisterernst

    ZITATE:
    – Wer gebrauchte Software kauft oder verkauft, ist juristisch auf der sicheren Seite.
    – Selbst wenn die AGB eines Software-Herstellers ein „Weiterveräußerungsverbot“ enthalten, ist so eine Vereinbarung für Endkunden ungültig.
    – Mit gebrauchter Software erwerben Käufer gleichzeitig sämtliche Garantieleistungen des Herstellers und seiner Partner (Wartung, Support) – genau wie Erstkunden, die Software direkt vom Hersteller oder Händler beziehen.

    Auch die anderen Kollegen beschäftigen sich hauptsächlich mit gebrauchter Software, wobei dies NEUE SOFTWARE einschließen muss, aber auch mit dem digitalen Vertriebsweg (siehe Prof. Dr. Thomas Hören – Universität Münster)

    Der Erschöpfungsgrundsatz findet keine Anwendung auf immaterielle Güter, weil es gesetzlich einfach verpennt wurde aufzunehmen. Dem Gesetzgeber trifft keine direkte Schuld, da es damals Telefon, Radio und Fernsehen gab und sich niemand die Entwicklung von PC und Internet zu diesem Zeitpunkt vorstellen konnte.

    KLAR ist jedoch dass hier eine Gesetzeslücke klafft.
    Gesetzeslücken müssen, sofern möglich, mit den sonst vorhandenen Gesetzen best möglich ausgelegt und abgedeckt werden bis die Gesetzeslücke endgültig geschlossen wird.

    Herr Hören führt inhaltlich weiterhin in seinem Erstgutachen aus 2006 an:
    Der Erschöpfungsgrundsatz MUSS Anwendung finden, da der freie Handel sonst in einer unerträglichen Weise behindert wäre.
    Nicht der Vertriebsweg, wie Download, CD, DVD, SMS o.ä. ist hierfür entscheidend, sondern das installierte Endprodukt!

    Einschub Erschöpfungsgrundsatz: Dem Hersteller ist nach erstmaligem Verkauf UNTERSAGT in den weiteren Handelsweg einzugreifen d.h.
    A = Hersteller
    B = Zwischenhändler
    C = Händler
    D = Verbraucher

    Dann kann der Hersteller B sagen: Du verkauft nicht an C.
    Wenn B es jedoch nach dem Erweb von A trotzdem an C/D verkauft kann der Hersteller (A) nur künftige Belieferungen vom Zwischenhändler ausschließen. Man beendet die Geschäftsbeziehung.
    Jedoch eine absolute Sauerei der Konzerne ist es dann im späteren Verlauf zu entscheiden:
    Ach C und D nutzen die Ware nun in Europa. Das gefällt uns aber nicht, denn hier können wir ja nochmal 100% mehr Gewinn machen.
    Dann deaktivieren wir einfach mal die Margé.

    Ich selbst kann über keinen der genannten Key-Stores schlecht berichten.
    Bei allen Stores hatte ich bereits mal einen nicht funktionierenden Key und jeder half immer schnell weiter.

    Wenn die Konzerne über Jahre die Menschen belügen, warum rennen immer noch alle wie von Gehirnschnecken angetrieben blind hinterher?

    Reichen die wöchentlichen Geschehen nicht aus? Nur komisch, sowas wird immer vergessen und die Konzerne lachen laut, denn Sie wollen nur unser Bestes … UNSER GELD!

    Siemens:
    Schmiergelder damit Aufträge in Ausschreibungen trotz schlechterer Konditionen an diese vergeben wurden (inkl. Puffbesuch auf Inseln – Super)

    BP AG:
    400.000 USD Einsparung für ein Sicherheitsventil
    Gefälschte Bilder der Kommandozentrale (50% der Monitore waren aus – angezeigte Bilder wurden nachträglich auf dunkle Monitore gezaubert)
    Ölmenge die angeblich austritt um ein vielfaches höher …

    Bahn AG
    Klimaanlagen die zwischen 32 und 35 Grad Ihren Dienst einstellen.

    Pharamindustrie
    Welche sich einen 30 jährigen Rechtsstreit mit Re-Importeuren von Medikamenten geliefert haben. Nun ist es gesetzlich: Apotheken müssen nicht nur die Re-Importquote erfüllen (von 5% auf 10% gesetzlich erweitert), sondern wenn diese nicht eingehalten wird sog. Sonderzahlungen an den Staat leisten.
    Herr Kohl von Kohl Pharma (nicht unser dicker Ex-Kanzler!) hat hier den Kampf geführt.

    Sicherlich war der Kampf grundsätzlich für die eigene Tasche. Es ist ein Kaufmann.
    Was genau ist ein Kaufmann?
    Kaufleute bereisten damals schon den Orient um Waren zu besorgen die es hier nicht gab oder hier deutlich teurer waren!
    (P.S.: Mit diesem Fall hatte ich mich auch wie mit immateriellen Gütern / Lizenzschlüssel vor ca. einen Jahr näher auseinandergesetzt)

    JEDER KONZERN WIRD IMMER SAGEN:
    Wir sind die Saubermänner!
    Wir müssen erstmal prüfen.
    Für Aktionen vereinzelter Personen können die Manager nichts, und wenn dann rauskommt dass es doch Weisung war … tja … bekommt der Manager halt 10 Mio. Abfindung und der nächste wird eingesetzt.

    DENKT NACH UND FOLGT NICHT STUR DEN AUSSAGEN DER KONZERNE.
    DIESE LÜGEN SOLANGE ES GEHT UND IHNEN DIENLICH IST!

    In meiner Jugend habe ich mal eine Fantasiereihe teilweise gelesen.
    SHADOW RUN oder THE SHADOW RUNNER (müsste ich mal nachschauen)

    Ich hätte es niemals nur ansatzweise für möglich gehalten dass eine solche (für mich absolute Fiktion) doch greifbare Realität wird. (lässt man die Fantasie-Elemente mal raus!)

    Zusammenfassung:
    Wenige Großkonzerne (4-5x) exestieren.
    Die Politik und alles wird von diesen Konzernen bestimmt.
    Jeder wird bereits zur Geburt in einen Konzern geboren.
    Überläufer zu einem anderen Konzern werden bis aus Blut gejagt.

    Und es gibt die Shadow Runner, welche in den dunklen Gassen für keinen Konzern arbeiten, jedoch von jedem als Söldner käuflich sind.
    Denn ein Mord von einem anderen Konzern würde Krieg bedeuten.
    Kurz: Die dreckigen Geschäfte machen DRITTE.

    DRITTE: Wie Subunternehmen, welche für den Konzern die eigenen Angestellten ausspionieren … der Konzern ist nichts gewesen … war ja nur das beauftragte Unternehmen.

  8. markulatura sagt:

    da hat einer wohl zu viel Zeitgeist etc. gesehen…

  9. Kommentator sagt:

    Zeitgeist? Ist mir jetzt kein weitgehender Begriff von Literatur oder visuellem Gut, aber vielleicht ist es so. Bin halt ein Verfasser von WOT´s 🙂

    Faktisch wollte ich mich nur mit den tatsächlichen Urteilen, den aktuell vorhandenen Gesetzen und der Nachweisbarkeit u.a. über Gutachten beschäftigen.

    Die eine Seite hat nur ein Argument (It-Rechts-Kanzlei), wobei man substantiell klar trennen muss:
    Es wird sich soweit von mir entdeckt nur auf ORACLE-Software im Urteil bezogen und zwar NUR auf diese Software.
    Es gibt nur zu dieser Software bzw. Hersteller ein abweichendes Urteil, jedoch ist dies bei näherer Betrachung der Urteilsbegründung durchaus verständlich.
    Ausnahmen gibt es immer und muss es auch geben, jedoch sollte man nicht mit diesen Ausnahmen und Sonderfällen argumentieren und inhaltliches Gedankengut somit falsch verbreiten, welches jedoch halt nur auf diesen speziellen Fall anzuwenden ist.
    Wenn die Masse einmal sensibilisiert ist, und dieses Gedankengut tatsächlich Einzug hält, könnte selbst ein Richter (der sowas mal gelesen hat) falsch in seiner Meinung geprägt werden und den Sonderfall auf andere Eigenschaften übertragen.
    Normale Taktik: Streuen! Verklagen! Richten!

    Die heutigen Richter können froh sein Ihren PC oder Handy anschalten zu können! Wie soll hier ein Urteil ohne Fachleute und Gutachten erfolgen? Ohne Stabsstellen und somit Gutachter dem Richter nicht möglich! Ein Richter kann auch nicht alles Wissen in seinem Kopf tragen, von jedem Beruf, jedem Vorgang usw.

    Die andere Seite hat jedoch aktuell hunderte Stimmen, welche lauter und immer mehr werden. Im Umkehrschluß würde die Auslegung von It-Rechts-Kanzlei folgendes bedeuten.

    CD/DVD weg (mit dem alten DVD-Laufwerk ausversehen weggeworfen)
    Kein Kaufbeleg mehr, weil das Spiel zu alt ist
    Nur noch den Lizenzschlüssel auf dem Handbuch zur Hand, wobei der Hersteller einen Download als Ersatz anbietet wenn man die CD/DVD verloren hat.
    ====> TROTZDEM NICHT LEGITIM (laut Hersteller nur gedulded?) bzw. kann gesperrt werden laut EULA, NUB etc. einiger Hersteller, da hier inhaltlich mehr oder weniger steht: Wir dürfen alles ohne Begründung an unserer Software nachträglich einschränken, wenn hierfür ein Zugriff auf Server und somit Online-Angebote stattfindet!

    Und bevor überhaupt selbst von den Herstellern elektronisch verkauft wurde, warum gab es da schon Downloads?
    Weil die Hersteller gesetzlich zum Ersatz einer verkratzten CD/DVD verpflichtet wurden und das zu festen MAXIMALSÄTZEN! (max. % vom ursprüngl. VK)
    Zu teuer dachten sich die Hersteller => Führen wir den Download als Ersatz ein, da sparen wir uns die Ersatzsendungen, also Zeit und Geld gespart.

    Jetzt, wo der Verkauf auch über digitale Wege bestritten wird, ist dies plötzlich nicht immer OK? Nur wenn der Verkaufspreis (für das Konzernsäckle) ausreichend ist?

    Die Willkür ist hier entscheidend und es war richtig schön gerade (HEUTE) eine News über Steam zu COD6 MW2 zu lesen.
    ca. 12.000 Keys wurden irrtümlich gesperrt (hehe) … tja … sollte man halt mal aufhören mit den Sperrungen, wenn man halt etwas in den Handel erstmal eingebracht hat und dafür schon bezahlt wurde!!! UND ZWAR EGAL WIEVIEL BEZAHLT WURDE.
    Es wird wohl kaum jemand bei denen mit Pistole vor der Tür stehen und 1.000 Versionen zum Schleuderpreis verlangen 😉

    Als Entschuldigung und als Ersatz gibt es nun für jeden der Betroffenen 12.000 Steam-Kunden 2x Left4Dead2 kostenlos (1x für sich selbst und 1x für einen Freund zum Geschenk)

    Dies ist somit die zweite Skandal-Meldung zu Cod6 MW2 im Bezug auf Sperrungen innerhalb von 8-9 Monaten. (letztere war November 2009 mit dem Titel: Valve sperrt importierte Keys – siehe Google-Suche bzw. direkt auf Gamestar)

    Und warum das ganze?
    Weil Activision als Hersteller dem Publisher Steam auferlegt zu löschen/sperren, was diese angeben.
    Steam weiterhin hingeht und diese auch -blind- löscht, weil es Herstellerweisung ist und Steam natürlich gerne weiterhin die Hauptvertriebsplattform im elektronischen Bereich für Activision´s COD bleiben möchte.

    L4D2 hingegen ist eine Eigenproduktion, welches eh spätestens im Herbtgeschäft zum Dumping erhältlich sein wird und für Valve (Steam) eher den Preis von Luft darstellt.

    Ich bin ein Freund von originaler Software (geworden).
    Ich selbst habe nicht ein einziges Programm mehr auf meinem PC welches durch Raubkopie o.ä. beschafft wurde, wobei ich früher eher das Gegenteil mit meinem PC gemacht habe. (wie wahrscheinlich fast jede jüngere Person es auch noch Heute macht, insbesondere nach dem neuen Urteil zur Vorratsdatenspeicherung, welche nun laut StGB nicht mehr vorgenommen werden kann und somit nur noch 6 Wochen laut TDMG vorhanden ist)

    Gewisse Hersteller haben mich nun soweit. Von diesen werde ich grundsätzlich KEIN PRODUKT mehr kaufen. Ich kann nur hoffen das, allen voran EA, den Bach runtergeht.
    Was EA mit Westwood angestellt habt ist, selbst bei absoluten Fans, in Vergessenheit geraten.
    Die gleiche Tour hat EA bereits mit hunderten anderen kleinen (erfolgreichen) Spieleschmieden abgezogen.
    Anheuern – mit Druck auf die Verträge für Murks sorgen – Spiel nicht richtig publishen (damals CnC Renegade) – Hersteller ausbluten lassen und übernehmen.
    Den der damalige Hersteller (Westwood) wollte für das Spiel noch 6 Monate Entwicklungszeit haben.
    EA hat aber gesagt: NEIN, so wie es ist auf den Markt oder wir sorgen für Probleme.
    Ab diesem Punkt war es egal was Westwood macht.
    Nichtfertiges Spiel oder Vertragsstrafen riskieren. Jeder hätte sich für ersteres entschieden, denn Vertragsstrafe würde das sofortige AUS bedeuten.

    Das unfertige Spiel jedoch war der schleichende TOD für Westwood, iniziiert und perfekt ausgeführt.

    Für mich war CnC nach dieser Aktion gestorben.
    Ich habe mir zwar Alarmstufe Rot 3 zugelegt nachdem es alt war, aber man merkt:
    Es ist ein EA Spiel und nicht mehr ein Spiel von Westwood, dem eigentlich Erfinder und Hersteller der geliebten CnC-Reihe.

    Fazit (für mich): EA, wie auch Activision, kommt nicht mehr in die Tüte, ausser 6-12 Monate schön billig als gebrauchte Version oder Classic Game.

    Und jetzt mal ganz schnell alle losrennen und Starcraft 2 (Episode 1 von 3) kaufen gehen.
    Haha … 3x Episoden. Je Episode eine Rasse = ca. EUR 150,- wenn ich die ganze Story und alle Rassen spielen will?
    Oh ja, im Multiplayer gehen direkt alle Rassen. Wie nett …

    Oder für die lieben Adventure-Freunde (Sam&Max, Monkey Island usw.):
    Auf Steam kann man sich direkt SAM&MAX 2 kaufen. (aktuell 4 Epsioden … Fortsetzung folgt)

    Ich muss es leider sagen:
    Für Einzelspielermodi (Singleplayer) wie Starcraft 2 oder Sam&Max 2, welche nicht mit Freunden zusammen gespielt werden wie im Multiplayer … ist jeder schön bescheuert wenn er es NEU und SOFORT kauft, weil keine Geduld vorhanden ist.

    Das Konzept geht auf und somit wird es in Sachen digitale Güter, um den Faden wieder zu finden, mehr und mehr werden. (zu SC2 gibt es ein WOW-Pack in der Sammeledition — doll)

    Diese digitalen Güter bereits jetzt komplett als Monopol zu gestalten, andere Händler zu verdrängen und nur seine angeblichen —offiziellen Partner— frei aggieren zu lassen geht wieder jeder Natur des Menschen und des freien Handels.
    Nur weil wir Heute keine Güter mehr gegen andere Güter tauschen, sondern mit Währung bezahlen, heißt dies ja wohl noch lange nicht dass sich am Grundgedanken von Handel und Wandel etwas geändert hat.

  10. Konrad Kelch sagt:

    Das geht hier alles ein wenig am eigentlich Beitrag vorbei. Mir ging es in meiner Kolumne eher darum zu zeigen, dass Onlinekeystores beileibe nicht der günstigste Weg sind, um an Spiele zu kommen und zudem die rechtliche Lage bis jetzt ungeklärt ist und das Geschäftsgebaren diverser Shops nicht unbedingt blütenrein ist.

    Mir geht es ausdrücklich NICHT um die Geschäftspolitik diverser Großpublisher, sowie deren Einstellung bzgl. downloadbarer Software bzw. dessen Preisgestaltung dabei. Dass ich diese allgemein für mangelhaft und deren Endverbraucherpreise gerade bei Stream für extrem überzogen halte (warum ein Mafia 2 für 49,99 vorbestellen, wenn ich es schon im deutschen Internetversandhandel für aktuell 42,90 bekomme?), sollte klar sein, wenn man sich andere Beiträge meines Blogs durchliest.

    Klar fehlt es im Downloadberreich eindeutig an einem dringend nötigen Preisunterschied zwischen aufwendig vertriebener Retail-Ware (wo die Wertschöpfungskette viel komplizierter ist) und direkt via Steam oder EAs Downloadplattform vertriebener digitaler Downloadware.

    Das alles hab ich aber bewusst außen vor gelassen um klar zu stellen, dass jemand, der günstig einkaufen möchte, alles nur nicht zwingend auf Onlinekeystores zurück greifen muss. Der UK-Spielemarkt bietet da gerade im PC- und Videospiele-Sektor eine sehr gute Alternative.

  11. Novexx sagt:

    Dein Artikel ist totaler Müll. Wenn ich in Deutschland wohne lass ich mir bestimmt keine UK Version liefern … totaler Quatsch dein Vergleich.

    Ich guck in Laden beim Saturn / Amazon wie teuer das Spiel hier ist in Deutschalnd und das ist meistens Doppelt so teuer als das bei OnlinekeyStore.
    Ich hab dort schon 2 Keys gekauft und alles läuft Super und es waren 2 mal STEAM SPIELE ! DIe es eh nur per Download gibt.

  12. Konrad Kelch sagt:

    Nein, deine Argumentation ist totaler Müll. Der typische Amazon und MediaMarkt- Saturn-Käufer wird wohl kaum auf die Idee kommen und sich seine Spiele über Onlinekeystores zu besorgen. Keystores sind etwas für Coregamer und die können genauso gut aus UK importieren, einfach weil sie wissen, wo sie günstig an Spiele kommen.

    Zudem haben deinen zwei Keys keine legale Grundlage, weswegen du froh sein kannst, dass Valve sie noch nicht gesperrt hat. Wenn sie es tun sollten, dann stehtst du ohne Spiel dar und wirst von deinem Keystore sicherlich kein Geld zurück bekommen. Ein Import ist meist nicht nur billiger sondern auch einfach schlicht und ergreifend legal.

  13. ownmr sagt:

    Mir ist es einmal passiert, dass EA meinen Mass Effect 2 EA Downloader Key gesperrt hatte. Nach einigem hin und her mit dem g2play Support habe ich einen neuen erhalten, der auch bis heute funktioniert. Bei Release war dieser Key einfach unschlagbar günstig und auch Dragon Age war zum Erscheinen in der Digital Deluxe (50€ nur online) gar nicht für Deutschland zu bekommen. Auf g2play für ca. 25€.

    Ich würde es mal so ausdrücken: Ich kaufe solange bei g2play, bis ich mal eine richtig schlechte Erfahrung mache und irgendein Spiel gesperrt wird. Den entstehenden Schaden habe ich bis dahin locker mit den Preisvorteilen im Keystore ausgeglichen.

    Gute Spiele, auf die mich wirklich schon lange freue werden aber weiterhin aus UK mit Freunden vorbestellt.

  14. Ruben sagt:

    kaufe meine spiele fast ausschließlich über onlinekeystore.com außer wenn auf steam reduzierung ist, arma 2 für 20 € reduziert von 25 € – auf online keystore 22€+ psc aufschlag von 10% , counterstrike source 5 € statt 20€ – auf online keystore 10€.
    Spiele wie MW3 oder BF3 sind aber da billiger, mein erster key war ein deutscher für 27,5€, der wurde leider gesperrt. dann habe ich mir nen russischen für nur 16 € geholt sprachpatch draufgemacht und fertig, das selbe bei bf3, ca 16€ sprachpatch und fertig.

    Meiner meinung nach brauch man die dinger doch, habe so bei bf3 geld gespart und bei mw3 sogar auch ein bisschen.
    Ich vergleiche erst die preise vieler (trusted) keystores und steam/origin und kaufe mir dann den billigsten. wenn etwas sehr günstig ist google ich erstmal nach rezzensionen von diesem store.

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