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Test: Crysis 2

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(gespielt auf: Xbox 360, durch mit leichten Einstiegsschwierigkeiten)

Handlung?: Vorhanden, wenn auch eher sekundär. Sprich: ein Call of Duty: Black Ops wird zwar irgendwie geschlagen, tiefgründige Dialoge, Überraschung und solche Rafinessen habe ich aber nicht entdeckt. Im Endeffekt geht es darum, die Erde bzw. New York vor einer Alien-Invasion zu schützen und gegen ein repressives Regime vorzugehen. Hätte Stoff für eine Dystopie sein können, ists dann aber im Endeffekt nicht geworden. Wen wunderts? Vermutlich keinen.

Szenario: Ein kaputtes New York, Alieninvasoren, ein Über-Körperkondom, dass einem zur Ein-Mann-Armee macht, in Crysis 2 wird mir nicht der total ausgelutschte “fiktiver Krieg in einem möglichst realistischen Szenario”-Lollie angeboten. Reizend.

Spielprinzip: Schießen, rennen, nachladen, in Deckung gehen. Ja, Crysis 2 ist ein klassischer moderne Egoshooter. Der Nanosuite mit seinen Spezialfähigkeiten wie erhöhter Panzerung, Tarnung oder Schnelligkeit gibt dem Einheitsbrei etwas mehr Tiefgang. Via Visor ist es möglich sich verschiedene Wege durch New Yorks Häuserschluchten, U-Bahnen und Tunnel zu bahnen. Drauf los rennen und alles abknallen, was sich einem in den Weg stellt funktioniert zwar auch. Die schiere Überzahl an Feinden macht taktisches Vorgehen aber durchaus erforderlich. Erfreulich, dennoch bleibt der Spielablauf strikt linear, auch wenn man nicht ständig von irgendeinem NPC durch die Level gehetzt wird.

Aha-Effekte: Einige: unter mir einstürzende Brücken, Alienschiffe, die vom Himmel stürzen, bis dato auf Konsolen so noch nicht gesehene Lichteffekte. Crysis 2 hat seine Momenten, wo mir ein wenig der Mund offen stehen blieb. Nur: das Over-the-Top-Prinzip nutzt sich schnell ab, irgendwann schockte mich so recht nichts mehr.

Technisches: Das Endzeit-New-York unserer Wahl sieht grandios aus. Die Beleuchtung gehört mit zu dem Besten, was auf der aktuellen Konsolengeneration zu finden ist. Alles wirkt stimmig. Glitches gibt es hier und da zwar auch. So bleiben Gegner gerne mal an unsichtbaren Kanten hängen, einige Texturen sind auf Call-of-Duty-matschig ähnlichem Niveau und die Framerate haut in besonders rechenintensiven Szenen kurz mal nach unten ab. Trotzdem: Crysis 2 ist grafisch ein Highlight. PC-Spieler mögen sicherlich den grafischen Stillstand bemängeln, aber face it: PC-only rechnet sich heute nicht, Multiplattform ist das Zauberwort für gewinnbringende Produktionen. Hört man als Spieler zwar nicht gerne, aber nungut, ohne großes Budget wäre die Quake 3-Engine heute immer noch grafische Referenz.

Millionen-Seller?: Es ist ein Ego Shooter, noch Fragen? Sieben Millionen mal soll sich das gute Stück verkaufen, so will es Publisher EA. Obs was wird? Warten wir mal die nächsten Wochen ab.

Achillesferse: Die ersten drei Spielstunden sind gezeichnet von Orientierungslosigkeit und fragwürdigem, da kaum vorhandenem Storytelling. Was da bleibt ist meist nur die fesche Präsentation und ein klein wenig Bastelei mit dem Nanosuit. Unsere Gegner können anscheinend durch Wände schauen und haben das Talent, uns schon aus drei Kilometern kommen zu sehen. Ermüdend zusehens: richtige Kontrahenten, mit denen ich mich identifizieren konnte gab es kaum, der 08/15-Einheitssoldat und das Dosenalien warten stattdessen an jeder Ecke.

Affiges und Besonderes: Der Nanosuit spricht mit mir, natürlich nur in einer ans maximalste an Männlichkeit potenzierten Stimme, peinlich. Will ich eine Granate werfen, muss ich umständlich die Y-Taste zwei Mal drücken, auch peinlich. Die Mixtur aus SciFi und einem kaputten New York als realistischer Grundlage ist aktuell in keinem anderen Spiel vertreten. Schon besser. Die Fähigkeiten des Nanosuits werten das Spielprinzip sichtbar auf, was nett ist, auch wenns vereinfacht eins zu eins aus dem Vorgänger übernommen wurde. Die Gegner-KI hat stellenweise mehr auf dem Kasten als in allen anderen Call of Duty- und Medal of Honor-Teilen zusammen, Punkt!

Unterm Stich: Es kracht, um mich herum fliegen Wrackteile durch die Luft, mein erster Kontakt mit den Teufeln aus dem All steht bevor. Crysis 2 ist ein Shooter und bleibt ein Shooter. Die Geschichte hält mich nicht für allzu dumm, die Grafik ist stellenweise Mundwinkel-strapazierend, der Spielealltag für mich flott und launig inszeniert und der Nanosuit gibt mir das Gefühl, nicht den x-ten Call of Duty-Klon zu spielen. Klar, in seinem Inneren ist Crysis 2 ein echter Mainstream-Shooter, er versteckt das nur ganz geschickt vor mir in dem er sich ein frisches Szenario überzieht. Für mich schon jetzt besser als so ziemlich alles andere, was letztes Jahr in diesem Genre erschienen ist.

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Die Medal-of-Honor-Debatte

Medal of Honor Cover

Gerade bei 4players gelesen: Es wird im neuen Medal-of-Gähn-Teil möglich sein, die Taliban im Mehrspielermodus zu spielen. Scheinheiligkeit, Ignoranz und Realitätsverschiebung galore gehen dabei auf beiden Seiten ins Gefecht. Da wäre zuerst die Bundeswehr an der Reihe: Es ist widerwärtig, so ein Spiel auf den Markt zu bringen, während in Afghanistan Menschen sterben.“ Ja, Herr Wilfried Stolze, das mag vielleicht sein, aber ist es nicht pervers, moralisch fragwürdig und menschenverachtend, die Bundeswehr auf Youtube als Erlebnisveranstaltung zu präsentieren, während sie derweilen Zivilisten am Hindukusch tötete?

EA kann das natürlich nicht auf sich sitzen lassen und kontert: “Wenn aktuelle Gewalt in Büchern, Filmen oder im TV thematisiert werden darf, warum nicht auch in einem Game” Ganz einfach? Okay, weil ihr die Gewalt nicht hinterfragt, sonder nur einen aktuellen Krieg als Kulisse auswählt, weil es sich besser verkauft, eine höhere Medienresonanz hat und vielleicht für einen Skandal sorgen könnte. Also beschwert euch nicht über Stolzes Kommentar, es ist doch genau das was ihr haben wolltet. Und ganz ehrlich: ist Medal of Honor wirklich so schlecht, dass es sich ohne etwas Medien-Tamtam nicht verkaufen wird?

P.S.: Ein klein wenig erinnert mich das ja an eine gewisse Diskussion um ein sehr russisches Flughafen-Level, die wir letztes Jahr geführt haben. Warum also überhaupt darüber aufregen?

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Der Fall Infinity Ward: Zukunft der Call-of-Duty-Serie ungewiss?

Vince Zampella

Vince Zampella, Ex-Chef Infinity Wards

Es war der 2. März 2010, da berichteten US-Seiten über etwas, dass die Zukunft einer der berühmtesten, erfolgreichsten und finanziell lukrativsten Spieleserie auf den Kopf stellen sollte: Jason West und Vince Zampella, ihres Zeichens Chefs des für ihre Call of Duty-Reihe bekannten Studios Infinity Ward, wurden von dessen Eigner ActivisionBlizzard (Activision) vor die Tür gesetzt. West und Zampella hätten sich, so Activision weiter, nicht an Vertragsabsprachen gehalten und seien auch sonst ungehorsam gewesen. Genauere Details wurden nicht genannt. In einer Mitteilung der amerikanischen Börsenaufsicht gegenüber hieß es: “Die Angelegenheit führt wahrscheinlich zu Rechtsstreitigkeiten und dazu, dass wichtige Mitarbeiter gehen.” Wie extrem dieser Fall jedoch eintreten sollte, dass hat wahrscheinlich selbst Activision nicht vorraus ahnen können.

Was nun folgt spitzt sich relativ schnell zu einer kleinen Schlammschlacht zu. West und Zampella fühlen sich zu unrecht gefeuert und verklagen Activision auf nicht ausgezahlte Boni in Höhe von 36 Mio. USD, sowie die Namensrechte an der Modern Warfare-Serie. Mit 3 Milliarden USD Umsatz, eine der wichtigsten Serien im Portfolio, kommt dies für Activision natürlich nicht in Frage, und so kommt es knapp einen Monat später zu einer Gegenklage. Diese sollte es in sich haben. Erste Details über das Warum der Kündigung kommen ans Tageslicht: So sollen die beiden Ex-Chefs den Ausbaus des Call of Duty-Franchises verhindert, sowie geheime Gespräche mit Electronic Arts geführt haben. Es wird gar von der Transformation von “verantwortungsvollen Führungskräften” hin zu “integranten Egoisten” gesprochen.

Respawn Webseite am 18. April 2010

Mehr als das gibt es noch nicht von Respawn Entertainment zu bestaunen.

Hinter den Fronten bei Infinity Ward hingegen zeichnet sich ein anderer Prozess ab: immer mehr leitende Angestellte verlassen die Firma. So arbeiten u.a. die bei Modern Warfare 2 für das Lead Design verantworlichen Todd Alderman, Steve Fukuda, Mackey McCandlish, Zied Rieke nicht mehr für Infinity Ward. Darüber hinaus verließen mit Francesco Gigliotti (Engeneering Leads), Christopher Cherubini (Art Leads), Mark Grigsby, Paul Messerly (beide Animation Leads) und – bis auf Jesse Stern – das komplette Autoren-Team noch weitere kreative Köpfe das  Modern Warfare 2-Team. Eine genaue Übersicht gibt dieses von PCGamer erstelle Youtube-Video. Besonders pikant sollte dieser Schwund an kreativen Köpfen aber erst mit folgender Ankündigung werden: Am selben Tag, an dem Activsion West und Zampella verklagte, stellen diese ihr neues Entwicklerstudio Respawn Entertainment vor. Als Vertriebspartner stellt man dabei niemand geringeren als den Hauptkonkurrenten Activisions, Electronic Arts, vor. EA wird dabei den Vertrieb der Spiele Respawn Entertainments übernehmen, die Namensrechte bleiben aber beim Studio selber, dass im Zuge des EA Partners -Programms auch eigenständig bleibt.

Modern Warfare 2 Boxart

Actionspiele haben sich in den letzten Jahren zu den ertragreichsten Spielen entwickelt. Ob es sich dabei um FPS, Action-Adventure oder Openworld-Spiele handelt ist egal. Jeder größere Publisher braucht einen solchen Titel im Portfolio um überleben zu können. Sei es nun die Halo-Serie für Microsoft, GTA für Take 2 oder Just Cause für Eidos. Eine starke Marktpräsenz in diesem Genre ist überaus wichtig.

Innerhalb von knapp zwei Monaten scheint sich das Blatt für Activision unerfreulich gewendet zu haben. Nicht nur, dass man mit dem Rausschmiss  Wests und Zampellas zwei der wichtigsten Köpfe hinter einer enorm wichtigen Marke verloren hatte, auch gingen mit diesen nach und nach einige sehr wichtige Entwickler. Zu allem Überfluss landeten dann West und Zampella auch noch in den Händen des ärgsten Konkurrenten, welcher aktuell mit einem neuen Teil der Medal of Honor-Serie sowieso Activisions Vorherrschaft im FPS-Genre angreifen möchte.

Activision scheint hingegen nicht verwundert zu sein: “Diese Vereinbarung ist keine Überraschung für uns, schaut man sich die Unterlagen an, die wir beim Gericht eingereicht haben.” Scheinbar ist etwas an der im März von Activision geäußerte Anschuldigung, West und Zampella hätten sich geheim mit EA zusammengesetzt, dran. Zu unwahrscheinlich ist es, dass nur einen Monat nach dessen Rauswurf, West und Zampella mit einem neuen Studio gerade beim ärgsten Mitbewerber unterkommen. Wie wichtig die Marke  Call of Duty für Activision ist, zeigt indes der Bericht zum Geschäftsjahresabschluss 2009: Ohne ein Modern Warfare 2 hätte Activision in diesem Geschäftsjahr kein positives Ergebnis erreicht. Bekannte Cashcows wie die Guitar Hero- oder Tony Hawk-Reihe schwächeln, zwar gibt es dieses Jahr noch Star Craft 2 und ein weiteres WoW-Addon in der Pipeline, aber ein enttäuschendes Call of Duty kann sich Activision schlicht und ergreifend nicht leisten. Umso schmerzlicher ist es da, wenn ein Studio-Insider davon spricht, dass der Entwickler hinter Modern Warfare 2tot” sei und man bei Activision eine Scheißangst” hätte. Erschreckend wie präzise Activision das alles schon im März vorraus gesagt hatte. Und auch, wenn mittlerweile andere Mitarbeiter die Situation etwas positiver betrachten, es ist und bleibt einer der größten Trennungen in der Videospielgeschichte.

Für Activision heißt es nun, Infinity Ward wieder zu neuer Stärke zu verhelfen und somit einer ihrer wichtigsten Serien zu beschützen. Aktuell hat man dafür noch ein gutes Zeitpolster, schließlich kommt der nächste Teil wieder von Treyarch. Diese haben jedoch, so hat es die Vergangenheit gezeigt, nicht das Talent und KnowHow, um der Serie neue Impulse zu geben. Hierfür ist und wird Infinity Ward immer der Motor bleiben. Auch darf man nicht unterschätzen, dass es Activision im Vergleich zu EA finanziell noch sehr gut geht und man darüber hinaus eigene Pläne unabhängig von Infinty Ward mit der Call of Duty-Reihe hat: so soll bei Sledgehammer Games, welches von ehemaligen EA-Mitarbeiten geleitet wird, ein Action-Adventure im CoD-Universum entwickelt werden.

EA vs. Activision Blizzard

Ob EA es schafft, wichtige Marktanteile im Action-Segment zu gewinnen wird die Zukunft zeigen.

Wenn man sich die Fakten also einmal in Ruhe anschaut, so könnte der Rauswurf Wests und Zampellas genau mit dieser Neuausrichtung der Marke zu tun gehabt haben. Vielleicht waren die Zukunftspläne beider Parteien zum Schluss einfach zu verschieden, als das man die Fortführung dieser immens wichtigen und prägenden Serie gemeinsam hätte durchführen können. Wie sehr der kreative Schwund Activision also belastet, können wir nur schätzen. Sollte es EA anders als mit Double Fine Productions und dessen finanziell gefloppten Brütal Legend jedoch gelingen, mit Hilfe von West und Zampella einen komerziellen wie auch qualitativen  Shooter-Hit zu landen, so kann uns das als Spielern nur allzu recht sein. Schließlich belebt die Konkurrenz das Geschäft und wer weiß, ob dann ein erneuter Modern Warfare-Aufguss anno 2011 noch erfolgreich sein kann.

The Saboteur – Beta-Patch endlich erschienen

The Saboteur Artwork“Ich hoffe inständig für EA und Pandemic, dass sie da so schnell wie möglich einen Patch nachschieben.” Als ich diese Worte über die nun hinlänglich bekannte ATI-Problematik bei Pandemics neuestem Softwarestreich The Saboteur verlor zeigte mir mein fast schon einsames Kalenderblatt den 3. Dezember an. Nun, heute ist der 19. Dezember, meine übrig gebliebenen Kalenderblätter führen schon fast ein Single-Dasein und, oh Wunder, EA bzw. Pandemic kommen endlich mit einem Beta-Patch, der dieses Problem lösen soll, um die Ecke.

Mehr als zwei Wochen hat es also seit Release gedauert, um The Saboteur von einer unspielbaren Freeze-Orgie zu einem einigermaßen spielbaren Action-Reisser mit außergewöhnlichem Setting und nettem Open-World-Ansatz zu transformieren. Das alleine ist schon eine Frechheit, noch viel frecher kann es aber werden, weil sicherlich EA höchstpersönlich den Raubkopierern die Schuld an den schlechten Verkäufen der PC-Version geben wird, und nicht ihrer katastrophalen Patch-Politik. Was dem ganzen Prozedere jetzt aber noch die Krone aufsetzt, ist die Art und Weise wie hier uns PC-Spielern mit ATI-Karten und Multicore-CPUs und einer neueren Windows-Version als XP  (jaja, extrem exotische Hardwarekombi, ich weiß) ausgeholfen wird: vorerst muss ein Beta-Patch genügen. Warum? Angeblich, weil man innerhalb von 15 Tagen nicht in der Lage dazu war, den Patch hinreichend zu testen. Das ist, gelinde gesagt, ein Witz. EA spielt hier offensichtlich perfide mit der Geduld von uns eh schon recht geduldigen PC-Spielern, denn:

1.)  Hab ich den Titel am Releasetag für 49 Euro erstanden und konnte ihn aufgrund von Hardwareinkompatibilitäten nicht spielen.

2.) Konnte ich The Saboteur nicht umtauschen, da ich den DLC-Content, um nackte Tatsachen im Spiel sehen zu dürfen, schon aktiviert hatte. Dabei hätte ich The Saboteur gerne gegen eine Xbox360-Version getauscht, diese lief nämlich ohne Probleme.

3,)Musste ich mehr als 2 Wochen auf eine Lösung warten, und…

4.)…bekomme dann einen Beta-Patch vorgesetzt.

Ich fühle mich als PC-Spieler von EA eindeutig verarscht. Trotzdem, und das nur aufgrund des interessanten Spielkonzeptes, welches EA allein den Entwicklern vom inzwischen geschlossenem Pandemic Studio zu verdanken hat, freue ich mich jetzt darauf, endlich in die Haut eines irischen Quertreibers schlüpfen zu können, um meinen sehr, sehr weit entfernten Vorfahren die Hölle heiß zu machen.

Download: The Saboteur Beta-Patch

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The Saboteur – So läufts auch mit ATI-Karten

Gestern hab ich mich ja bereit darüber ausgelassen, dass die Kombination von ATI-Karten mit The Saboteur das Spiel zu einem unfassbaren Freeze-Fest verkommen lässt. Tiefergehende Analysen und der freundliche Hinweiß auf diesen Blogeintrag führte nun aber zu einer passablen, wenn auch nicht unbedingt performanten Lösung.

Anscheinden mag The Saboteur nämlioch die Kombination von Dual- oder Quadcore-CPU mit ATI-Grafikkarte und Windows Vista oder 7 nicht wirklich. Deshalb gibt es zwei (vielleicht auch drei) Lösungsansätze.

1. Man installiert auf einer zweiten Patition das gute alte Windows XP und hat so mit unserem irischen Agenten eine Menge Spaß.

2. Man lässt The Saboteur nur mit einem Kern laufen. Nachteil: das Spiel kommt öfter mal ins Stocken, da halt nur noch die Kraft von einem Kern zur Verfügung steht. Auf meinem Quadcore läuft das Spiel auf hohen Details zwar fast durchgängig mit 30 fps, dennoch ärgert es mich natürlich, dass ich hier extra Performace verschenken muss. Um The Saboteur mit nur einem Kern laufen zu lassen, muss man zunächst das Spiel starten und dann im Hauptmenü via Alt-Tab zum Desktop zurück kehren und dort den Taskmanager öffnen, hier wählt man nun folgende Option aus:

The Saboteur - 1. Schritt: Taskmanager

The Saboteur - 2. Schritt CPU-Kerne deaktivieren3. Angeblich soll es helfen, die TheSaboteur.exe in UT3.exe umzubennenen. Warum, kann ich leider nicht genau sagen. Auch soll es funktionieren, das Programm im Windows-XP-Kompatibilitätsmodus laufen zu lassen. Letzteres hat bei mir übrigens nicht funktioniert.

Sollten euch weitere Tipps und Tricks einfallen, könnt ihr sie gerne in den Kommentaren posten.

The Saboteur – ATI-Sabotage? **UPDATE**

The Saboteur ArtworkGTA meets Paris im 2. Weltkrieg, das klingt für mich sehr verlockend. Gerade weil ich als Videospieler von Frankreich zur Zeit des 2. Weltkriegs eigentlich nur die Slacht in der Normandie mitnehmen durfte. Mehr Sightseeing wird einem als amerikansicher Soldat einfach nicht gewährt. Pandemic hat sich mit dem Setting also schon einmal einen riesen Gefallen getan. Und ich würde The Saboteur auch gerne spielen, nur leider hat sich Pandemic mit einer Sache überhaupt keinen Gefallen getan: die PC-Fassung.

Nein, die Steuerung ist nicht mies, auch gibt es keine inhaltlichen oder optischen Konsolen-Zwangslimitierungen. Nein, dass alles gibt es nicht, oder besser formuliert, das alles scheint es nach 15 Minuten Spielzeit nicht zu geben. Denn weiter komme ich einfach nicht. Irgendwie mag der Programmcode von The Saboteur nämlich überhaupt keine ATI-Grafikkarten, und nein, liebe PC Games Hardware, es beschränkt sich auch nicht auf Atis neue 5xxxx-Serie. In meinem Rechner schlummert eine HD4890 und selbst damit kann ich nur von einem Freeze zum Nächsten spielen.

Ich hoffe inständig für EA und Pandemic, dass sie da so schnell wie möglich einen Patch nachschieben. Mein Zeitlimit läuft in genau 10 Tagen ab, dann kann ich es bei Amazon nicht mehr zurück schicken. Sollte bis dahin nichts dergleichen da sein, werde ich Wohl oder Übel die PC-Version mit einer Xbox360-Version durchtauschen müssen. Und ihr wundert euch alle, warum der PC als Highend-Spieleplattform ausstirbt?

**UDAPTE**
Den Umtausch kann ich mir dank EA übrigens gleich sparen. Wer nämlich Boobies sehen möchte, der muss dafür im Optionsmenü den “Nackt-Modus” aktivieren. Um dies zu können muss man das DLC-Addon “Midnight Club” kaufen. Aber nur, wenn man nicht zuvor den in der Packung enthaltenen Code zum freien Download verwendet hat. Sprich: wer das Spiel gekauft hat, das Addon frei geschaltet hat, und nun The Saboteur wieder verkaufen möchte, kann das nur ohne das DLC-Addon machen. Das dürfte wiederrum den Wiederverkaufswert extrem schmälern, denn wer will schon extra 5 Euro dafür Zahlen müsen, nur um etwas nacktes Fleisch zu sehen? Das versteht EA also unter “neuer Kreativität”… Danke übrigens an die Jungs von wired.com für den Hinweis.
**UDAPTE ENDE**

Wer wissen möchte, wie The Saboteur auch auf ATI-Karten spielbar wird, wird in meinem Artikel “The Saboteur – So läufts auch mit ATI-Karten” fündig.

Brütal Legend – Es kommt im Oktober

Die Sonne scheint, in “Onechanbara” gehts endlich weiter (Selbstmordgamedesign my ass), “Afro Samurai” liegt auch schon auf meinem Tisch und ein kühles Bier gibt es hoffentlich auch gleich. Was könnte es noch schöneres geben? Genau, die Gewissheit, dass “Brütal Legend”, Tim Schafers herrlich überspitzte Actionsatire, am 16. Oktober (die Amis dürfen schon am 13. virtuelle Anarchie genießen) in den Handeln und hoffentlich in das Laufwerk meiner 360 kommt. Da sag ich nur: Hail to the king, baby!

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