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Unglaublich Pfui ist, dass es Apple seit zwei Jahren nicht hinbekommt, einen simplen Multitouch-Fehler zu bugfixen. Hui: Scheinproblems Dystopie über den Untergang des Core-Games und die Aufsplittung der Spielerschaft in drei verfeindete Gruppen auf Polyneux, gutes Schmunzelfutter das Teil! Kategorie „grandioser Artikel, unglaublich mieses Spiel“: wunderbar, wie sich Simon über die abgrundtief beschissene Kinect-Steuerung bei Steel Battalion : Heavy Armor aufregt und sich zugleich die Frage stellt, warum man hier überhaupt Kinect braucht, wenn man seinen Panzer eh mit dem Controller steuern muss. Nicht so brilliant hingegen finde ich Andys Versuch, uns Medienhuren auf polygamia zu unterstellen, dass wir immer gleich das als schlecht abstempeln, was die Masse als extrem gut empfindet. Wenn dem wirklich so wäre, würde also jedwede Kritik abseits des Mainstreams nur ein blöder Rant sein? Für junge Spieleentwickler hingegen sehr interessant dürften die Möglichkeiten sein, welche GameFounders ihnen bieten möchte. Neben 5.000 EUR Startkapital für jeden Projektgründer gibt es ein 3 monatiges Training mit zig Branchengrößen. Unterstützt wird das ganze von Microsoft und anderen großen, bösen Firmen. Anmeldeschluss istder 10. Juli 2012, also go, go, go!

Gerade läuft ja noch die WWDC, wo Apple in Person von Steve Jobs das iPhone 4 vorstellt. Neben einem superben Display (IPS-Panel, 960x640px Auflösung, 800:1 Kontrastumfang), 720p-HD-Videofunktion nebst iMovie, 5MP-Kamera, Videotelefonie, mehr Akkulaufzeit, iOS4 und Apples neuem A4-Chip als CPU gibt es auch für Spieler etwas interessantes. Nein, ich meine damit nicht, dass es Zyngas Millionenspieler-Süchtling Farmville auch fürs iPhone geben wird, sondern eher, dass Apple einen 3-Achsen-Gyroskop-Bewegungs-Sensor verbaut hat.

Zusammen mit den schon eingebauten Beschleunigungssensor und dem GPS-Modul lässt sich nun ein wirklich reales 3D-Spielgefühl erzeugen. Jobs führte das anhand eines Jenga-Klones vor. Ich habe bis jetzt zwar noch keine Bewegtbilder davon gesehen, die Möglichkeiten, welches Spielentwickler damit haben, könnten aber durchaus interessante Spielideen zu Tage fürdern. Das böse Wort „revolotionär“ nehme ich jetzt einmal nicht in den Mund, schließlich hat Nintendo uns schon gezeigt, wie cool es sein kann mit einer Fernbedienung vor dem Fernseher herumzufuchteln. Apples Iphone 4 dürfte da also eher einer Perfektion nahe kommen. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

7 Cities 01Ich mag Tower-Defense-Games ja seit der seeligen WarCraft-3-Mod, also eigentlich schon seit Urzeiten. Auf Apples Iphone gibt es eine fast unüberschaubare Menge an diesen Titeln, umso erfreulicher ist es da, dass eins der Besten seit ein paar Tagen kostenlos zum Download bereit steht.

7 Cities zeichnet sich dabei nicht nur durch seine liebevoll gezeichneten Karten aus, die vollstes Karibik-Flair versprühen und mich immer noch auf die sprichwörtliche Palme bringen, weil ich meinen Südseeurlaub dieses ja aus finanziellen Nöten hab ausfallen lassen müssen, sondern hat auch unter dem schönen Sonnendeck etwas zu bieten. Die Spielmechanik hat es nämlich durchaus in sich. Hat man am Anfang zum Verteidigen der armen, wehrlosen Dorfbewohner wahlweise nur einen mit Kanonen oder Bogenschützen besetzten Turm zur Auswahl, kommen im Laufe des Spiels weitere fünf Verteidigungsmöglichkeiten dazu. Auch interessant: alle sieben Feind-Abschlacht-Hilfen lassen sich in den Disziplinen Schaden und Schussfrequenz verbessern.

Für die nötige taktischen Würze sorgen verschieden starke Gegner, von denen manche sogar nur mit speziellen Waffen besiegt werden können. Dazu kommen dann natürlich noch die üblichen Probleme eines potentiell immer unterfinanzierten Dorfverteidigung. Entweder es fehlt gerade an dem benötigten Kleingeld, oder das gewünschte bebaubare Feld ist schon mit einem anderen Turm belegt. Letzteres Problem lässt sich dagegen recht einfach lösen: mit einem Touch auf den Bildschirm lässt sich jedes Gebäude verkaufen und das sogar ohne dabei Verlust zu machen.

7 Cities 02Die Faszination dieses Spielprinzips liegt aber im Endeffekt in einer ganz anderen Sache begründet. Ich nenne sie das sogenannte „Abwarten-und-Teetrinken“-Phänomen: hat man nämlich erst einmal seine Türmchen platziert und wartet auf den ersten Feindangriff, kann man halt nur noch zu schauen und hoffen, dass die eigene Taktik aufgegangen ist. Klar, man kann zwar jederzeit auf Pause drücken und in letzter Sekunde noch ein Türm umbauen, hat es aber erst einmal ein gegnerisches Schiff durch unser Bollwerk geschafft, wird häufig bis ins kleinste Detail an der Taktik gefeilt.

Tja, und wer behauptet denn bitteschön, man bräuchte für ein packendes Strategiespiel aufwendige Zwischensequenzen, zig Einheitengruppen und riesengroße Mehrspielerkarten? Das können nur dieselben Herren sein, die auch meinen Spielspaß ließe sich in Prozentwertungen artikulieren.

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