HowTo: Nintendo Wii in HD für 70 Euro

Nintendo Wii: Nunchuck + WiiMoteWillkommen im Texturmatsch-Forschungslabor™, der heutige Versuch beschäftigt sich mit einem Problem, dessen Lösung einem fast unlösbar erscheint. Nun aber erst einmal die Aufgabenstellung: Trotz der erst kürzlich erfolgten Preissenkung ist und bleibt die Nintendo Wii eine für ihren Preis nicht mehr unbedingt günstige Konsole, gerade HD-Freaks dürften von der sehr beschränkten Auflösung enttäuscht sein. Das Texturmatsch-Forschungslabor™ hat sich deshalb auf in die weiten des Internets gemacht, um zu recherchieren wie man günstiger an ein besseres Wii-Spieleerlebnis kommt. Mission impossible also? Nicht zwingend, aber lest selbst…

Unserer erster und einzig logischer Lösungsansatz beschäftigt sich dann auch gleich mit der Emulation eben dieser Konsole. Viele Konsoleros werden jetzt die Nase rümpfen und mit einem besserwisserischem Kopfschütteln auf Nunchuck samt Wiimote tippen. Ich lasse mich davon aber unbeeindruckt. Wiimote- und Nunchuck-Steuerung, das bekommen wir auch hin!

1. Die Zutaten:

Um wirklich eine Nintendo Wii auf dem häußlichen Rechner zu simulieren brauchen wir schon einen durchaus potenten Rechner. Ein Dual- oder besser noch Quadcore der neueren Generation mit 3,00 Ghz beim Dualcore,  repektive 2,66 Ghz  beim Quadcore als Taktfrequenz sollten mindestens vorhanden sein, genauso wie 2 GB Arbeitsspeicher und eine recht aktuellen Grafikkarte (ATI Radeon HD 3580 aufwärts, bei NVIDIA halt vergleichbare Chips). Weiteres Equipment auf der Hardwareseite: ein Bluetooth-Dongle, eine kabellose Nintendo-Sensor-Bar, sowie Nunchuck- und WiiMote-Controller. Solltet ihr über einen leistungsstarken Rechner verfügen, seid ihr im besten Fall also mit knapp 72 Euro dabei euch eine Wii zu basteln.

2. Das Gehirn:

Ein fixer Rechner samt Wii-Steuerungshardware wird euch alleine noch kein Full-HD-Wii-Spieleerlebnis ermöglichen, schließlich braucht es noch jemand, der den Wii-Codezeilen sagt wo es lang geht. Dies übernimmt der schon aus Gamecube-Tagen bekannte Emulator Dolphin, welchen es komplett kostenlos im Netz gibt. Bevor ihr aber überhaupt anfangt, diesen einzurichten und eure Hardware zu konfigurieren, schaut euch erst einmal auf der Kompatibilitätsliste an, ob euer Lieblingsspiel überhaupt läuft.  Wenn nicht oder nur unzureichend stabil, dann ist das Experiment für euch an dieser Stelle leider vorbei. Alle anderen lesen weiter.

3. Die Installation

Dolphin habt ihr hoffentlich schon runtergeladen und installiert. Wenn nicht, dann husch, husch ans Werk. Im nächsten Schritt starten wir den Emulator zum ersten Mal (am besten aus seinem Installationspfad heraus, per Verknüpfung zickt der liebe Delfin immer etwas rum). Hier heißt es nun, ein paar kleinerer Einstellungen vor zu nehmen, und da Bilder mehr als tausend Worte sagen, gehts ab hier mit Beispielbildern vor. Soll heißen: eure Konfiguration muss genauso aussehen wir bei mir auf dem Screenshot.

4. Die Dolphin-Konfiguration

Die Bilder bitte der Reihenfolge nach von links nach rechts anklicken, danke!

Haben wir Dolphin soweit fertig konfiguriert, brauchen wir eigentlich nur noch die passenden Spiele als Iso-Format, und müssen unserer Wiimote mitsamt dem Nunchuck noch mit unserem Rechner verbinden.

5. Das Hardware-Setup

Bevor wir uns nun aber dem Spielspaß widmen dürfen, müssen Wiimote und Nunchuck noch mit unserem Rechner sprechen. Aber auch dies sollte kein Problem darstellen, schließlich sind wir ja nun im Besitz eines Bluetooth-Dongels und einer kabellosen Sensor-Bar. Dieses Päarchen harmoniert perfekt miteinander. Wir müssen nur unseren Bluetooth-Dongle unter Windows installieren, dann auf das Bluetooth-Symbol in unserer Taskleiste doppelt klicken, dort auf den Menüpunkt “Drahtlosgerät hinzufügen” klicken und unsere WiiMote auf den Verbindungsmodus stellen. Dies tun wir indem wir entweder den Button 1 + 2 zugleich drücken, oder den roten Knopf im Batteriefach benutzen. Et viola! Unsere WiiMote sollte als Eingabegerät erkannt worden sein. Mehr müssen wir auch nicht konfigurieren, den Rest übernimmt Dolphin nämlich für uns.

6. Das Ergebnis

Ein paar kleine Wii-HD-Videos, die euch das Wasser im Mund zusammen laufen lassen sollten.

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7. Die Grauzone

Emulation und Nintendo, das ist nicht die beste Partnerschaft. Zwar geht der japanische Riese nicht explizit gegen Emulationssoftware vor, man sollte aber nicht so naiv sein, um zu glauben, unseren japanischen Mario-Schöpfern sei es egal, dass man ihre Konsole zu einem Drittel des UVPs auch am PC vollwertig emulieren kann. Dazu kommt noch das Problem mit den Spielen an und für sich. Man braucht unbedingt alle Wii-Titel in Form eines Isos, welches man als Otto-Normal-Nutzer aus seinen original Wii-Spielen nicht herstellen kann. Wer also emulieren möchte, dem bleibt nichts anderes übrig, als sich die Iso-Dateien aus irgendwelchen dubiosen Quellen zu besorgen. Selbst wenn man dann das Original zu Hause im Regal stehen hätte, wäre der Iso-Besitz in Deutschland illegal, schließlich musste für das Iso der Kopierschutz umgangen werden.

8. Das Fazit

Nintendos Wii in HD-Auflösung für wenig Geld? Das ist möglich und es läuft sogar sehr gut! Auch die Installation ist für fortgeschrittene User durchaus machbar und gut durchdacht. Dennoch: die schwierige rechtliche Lage bzgl. der Wii-Isos und die Tatsache, dass man den Virtual Store z.B. nicht nutzen kann, und nicht jeder Titel perfekt läuft, lassen die HD-Emulation eher als nette Spielerei, denn als alltäglichen Konsolenersatz erscheinen. Grafikfetischisten- und Gamingfreaks sollten sich dieses Erlebnis aber dennoch nicht entgehen lassen.

Lost in Street Fighter IV

Es gibt Momente im meinem Spieler-Leben, da zweifel ich immens stark an meinen Fähigkeiten. Frustration macht sich breit, weil einfach nichts gelingen mag. Street Fighter IV, ja, liebe Entwickler von Capcom, ihr hab es geschafft: es war ein verregneter Samstag Nachmittag, der Postbote klingelte, herein brachte er ein Paket mit der längst erwarteten Collecters Edition des neuen Street-Fighter-Streichs. Erfreut, schließlich gab mir das Wetter nur ein Zeichen (“Spiel, spiel, spiel es, du Sau!”), legte ich die Disc in meine 360. Street Fighter = Combos üben wie ein Ochse, der versucht einen Karren zu ziehen, dieses Gleichnis hatte ich noch im Gedächnis. Also flux den Trainingsmodus aufgerufen, Ryu gewählt, und zwei Stunden lang Combos gelernt, bis in Jericho die Flammen ausgegangen wären – so genau weiß ich das nicht, Jericho ist halt verdammt weit weg.

Zeit für den Arcade-Modus dachte ich mir. Schwierigkeitsgrad “mittel” sollte es sein, was nun folgte, war eine Paradedemontierung meiner Künste. War ich zu nah, wurde ich per Wurf dahin gerafft, zu weit entfernt kann Ryu leider nichts – zumindest bei mir nichts. Ich habs danach noch ungefähr 40-Mal versucht (optimistisch für meine Seite geschätzt) und trotzdem keinerleri Erfolgserlebnis gehabt. Der erste Gegner glich einer Reinkarnation die wohl bekannte Mauer der Schande und des Versagens für mich. Leicht zermürbt schaltete ich meine Xbox aus, greif mir meinen Schreibstischstuhl und starte Dragon Age. BioWare, du Meister der Motivationskurve, mein Arsch ist deiner, für wirklich jede Schandtat.

Zwei Stunden später versuchte ich es noch mal auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad. Tja, die Fightpads sind mittlerweile bestellt, auch wenn ich dieses Mal nicht am ersten Gegner zerschellen sollte. Capcom, du bist mein Waterloo, bei Resident Evil 5 gehts nämlich gerade auch nicht weiter. Warum gibts da kein Insektekspray für diese übergroße Hornisse?street_fighter_iv_03street_fighter_iv_02

Epic Mickey – Warren Spector kombiniert Mickey Mouse mit Steampunk?

Ja, ich gebe es zu: lange war her nichts los. Was unter anderem daran lag, dass meine Konsumverdrossenheit epische Ausmaße annahm ganz konträr übrigens zu meiner Arbeitswut. Nun gibt es zum Glück aber durchaus noch Nachrichten, die selbst mich alten, abgestandenen Gaming-Nerd zurück vor die Tastatur locken.

Mickey Mouse, typischerweise ein Idol meiner frühen Kindheit, und seitdem durch ellenlange Comicstrips,Unmengen an Franchise-Artikeln wie Tassen, T-Shirts oder Brotdosen bis zum maximalen Cash-Flow ausgequetscht, sozusagen eine der effizientesten Comic-Figuren der Welt, bekommt nun von dem Mann, der uns mit Deus Ex 2 eine fatal uninspirierte Neu-Interpretation seines eignen Genre-Klassikers servierte, einen neuen Kontext übergestülpt. Die Genesis einer Comic-Legende im Videospielgewand also.

Erste Bilder lassen auf eine spektakulär erwachsene Neuinterpretation hoffen. Flugzeugwracks, ebenso futuristische wie kalte Megastädte aus Stahl und Beton zeichnen eine Dystopie die selbst Blade Runner nicht besser hätte vermitteln können. Maschinenartige Fabelwesen und ein puppenartiger Goofy, der eher ein eine aus Holz gefertigte Marionette des Schreckens erinnert denn an einen sympathischen Trottel, unterstreichen den post-apokalyptischen Charakter des bis jetzt schlicht “Epic Mickey” getauften Wii-Titels. Man darf gespannt bleiben. (via LiveJournal.com)

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Live is hot in Cracktown – Yhea!

Ich mag Milieu-Studien, egal ob als Film oder Roman. Life is hot in Cracktown ist da das perfekte Beispiel. In dem nur als Cracktown bezeichneten Stadteil versuchen die verschiedensten Persönlichkeiten nebeneinander zu existieren. Manche haben Träume von einem besseren Leben, andere haben das Träumen schon längst verlernt. Buddy Giovinazzo skizzierte schon damals in seinem Roman einen ebenso lebendigen wie düsteren Mikrokosmus und konnte mich dank gut gestrickter Einzelschicksale fesseln.

Da freut es mich als Leser doch umso mehr, wenn eben jener Buddy Giovinazzo, dem bis jetzt der ganz große Wurf im Kino noch nicht gelingen konnte, sein kleines Meisterwerk selber verfilmen darf. Noch mehr freut es mich, wenn der erste Trailer einen sehr guten Eindruck macht.  Eine düstere, trotzdem zwischen Hoffnung und Verzweiflung pendelnde Atmosphäre, gute Schauspieler und eine durchaus gekonnte Inszenieren lassen auf mehr hoffen. Wer Beweise möchte darf sich gerne einmal den Trailer anschauen.

Warum GamersGlobal keiner braucht

Gamers GlobalJörg Langer sollte eigentlich über eine gewisse Kernkompetenz in Sachen Videospielejournalismus verfügen. Der gute Herr war immerhin Mitbegründer und jahrelanger Chefredakteur der GameStar und das zu ihren besseren Zeiten.

Vor ein paar Stunden (?) ging sein neues Baby ans Netz: GamersGlobal soll dabei ein “neues”, “innovatives” Spielemagazin sein. Nicht “irgendwie Web 2.0″, sondern eher eine Bündelung aus dem eingeschränkten, aber sehr speziellen  und umfangreichen Fachwissen diverser Genre-Freaks und der “Objektivität” und “Professionalität” gestandener Spieleredakteure. Anders übersetzt: User können ihre eigenen News, Reviews und dergleichen auf GamersGlobal online stellen, während im Hintergrund eine professionelle Redaktion die Inhalte überwacht, verbessert oder ggf. ergänzt. Damit nun nicht aber jeder Möchtegernjournalist mit seinem sprachlichen Dilettantismus die Plattform überflutet muss man sich durch das Schreiben von Kommentaren oder Forenbeiträgen Erfahrungspunkte erarbeiten. Belohnt wird man dann damit, dass man irgendwann selbstständig Artikel schreiben darf und andere User kontrollieren kann.

Mal ganz ehrlich? WTF?

Ich möchte an dieser Stelle nicht wie “SeniorGamer” dem Projekt Ausbeutung unterstellen. Nein, jeder Möchtegernschreiberling, der sich dort anmeldet, wird vorher umfassend darüber informiert, was seine Aufgabe ist. Und das ist, um es einmal etwas harscher zu formulieren, nichts weiter also Content zu produzieren, den er wiederum aus anderen Quellen haben muss. Gerade im Newsbereich wird dies zum Fallstrick für GamersGlobal werden. Denn was fehlt jedem soeben zum Newsschreiber befördertem GG-Knecht? Genau, eine feste Redaktionanschrift, der geschulte Umgang mit Pressevertretern diverser Publisher und, last but not least, ein Namen in der Branche. Wie soll diese arme Wurst denn bitteschön eine News recherchieren, außer indem sie im Internet über die bekannten englischsprachigen Quellen surft und von dort einfach abschreibt? Genau, er kann es gar nicht anders und damit verkommt der Newsbereich von GamersGlobal zu eben dem, was man im Internet auf jeder zweiten Spielewebseite geboten bekomme: eine Zweitverwertung von IGN, Shacknews, Gamespot und Konsorten. Wow, das hört sich für mich echt innovativ an.

Darüber hinaus strotzt die Seite nur so vor Wiedersprüchen:

1. Einfache Webstandards werden nicht erfüllt: RSS-Feed? Ach, viel zu sehr Web 2.0. Multi-Browser-Kompatibilität? Pah, nutzen doch eh alle den Firefox.

2. Die erste Regel im “Wie schreibe ich eine gute News”-Leitfaden lautet “Schreib über spannende Sachen”. Was sollen bitte an Themen wie “Divinity 2: Die ersten Fertigkeiten & der Kampf als Mensch” oder “Valve über Duke-Gerücht: “Nein, das stimmt nicht” spannend sein? Gerade dann, wenn man wie in diesem Fall nur bekannte Newsseiten erneut zitiert, wie schon davor 4players, Gameswelt, Looki, Spieletipps.de, Demonews, ……

3. Ihr wolt euren eigenen Artikel haben, die durch das universelle Fachwissen von professionellen Spielejournalisten sowie dem spezialisiertem Genre-Wissen einzelner Freaks ihre eigene Note haben. Warum verlinkt ihr denn bitte in dieser News auf fremde Testberichte? Vielleicht, weil euer Redaktionskonzept an einem weiteren Problem scheitern wird, bekannt unter dem bösen Wort Aktualität. Wie wollt ihr im harten Videospielmarkt,  in dem die meisten Abverkäufe und damit auch das größte Interesse an einem Spiel in den ersten zwei Wochen nach Release zu erwarten sind, bestehen, wenn euer Freaktester mangels Vorabrezensionsexemplar seinen Teil zum Test leider erst einen Monat nach Erscheinung des Titels beitragen kann?

4. Warum muss ich mir Erfahrungspunkte via Kommentarfunktion erarbeiten um im Forum als registrierter Benutzer posten zu dürfen? Wollt ihr lieber die Kommentarfläche unter euren Artikeln mit Nullinhalt gefüllt haben, nur damit ich mich im Forum austoben darf? Oder geht es euch schlicht und ergreifend nur darum, überhaupt Kommentare unter News wie “DeltaForce Xtreme 2 Demo und Release am 20.Mai” zu haben? Ach, ich hab übersehen, dass es sich hierbei um eine “schöne Sammel-News samt kritischer, aber fundiert erscheinender Einschätzung” handelt, gerade ohne die Information, dass DeltaForce Xtreme 2 “ erstmals auf DVD (Anzahl der Objekte machte dies mitunter erforderlich)” erscheint, könnte ich jetzt nicht mehr leben. Da hat der Autor wirklich, wie auch im zweiten Punkt eures kleinen News-Leitfadens richtig erkannt, nur über “das Wesentliche” geschrieben. DVD-Releases sind heute aber auch wirklich so exotisch, ohne diese Information wäre die News glatt wertlos.

GamersGlobal wird, und da könnt ihr mir in einem Jahr gerne auf den Sack hauen wenn es anders kommen sollte, innerhalb kürzester Zeit zu einer News-Wiederkau-Maschine mutieren, bei der unzählige Hobbyschreiberlinge einen möglichst hohen Output tagesaktueller Gaming-Unwichtigkeiten zum Besten geben werden, damit sie dann endlich den von ihnen lang ersehnten,  aber jetzt leider nicht mehr sehr aktuellen Monster-Test zu “Quake Wars” abliefen können. Der wird sicherlich fundiert und so, aber ist leider einfach mal zig Jahre zu spät dran. So wie die Macher hinter GamersGlobal eben einfach Seiten und Trends wie Gamejudge oder Gamingblogs für Hardcore-Zocker wie Polyneux, Antigames, D-Frag oder  Working Title verschlafen haben. Web 0.1 geh dich Schlafen legen, aber schnell, du müffelst schon…


Bitte keinen neuen Halloween-Teil mehr, danke!

H2: Halloween 2Ganz ehrlich: Mr. Tim Burton könnte als Regisseur und Drehbuchautor für einen neuen “Halloween”-Teil sein Talent opfern, es könnte Nathalie Portman die Hauptrolle in diesem Flick spielen und Robert Elswit könnte für glorreiche Bilder zuständig sein, ich würde in mir nicht anschauen, wenn man bereits im ersten Trailer das Gesicht Michael Meyers sehen könnte. Hallo? Wer kam den auf diese überhaus hirnfreie Idee? Rob Zombie? Doch bitte nicht?! Das muss, für mich als Fan des hervorragend kranken Anarcho-Schnetzlers “Haus der 1000 Leichen”, einfach irgendein Executive-Producer-Amateur gewesen sein, der zwar einen Arsch voll Kohle hat, dessen Ahnung von Dramaturgie aber  auf Amöben-Niveu dahinkriecht.

Mal davon abgesehen ist der Trailer zu lahm geschnitten, wirkt insgesamt zu hell und mag bei mir nur deshalb für Gänsehaut sorgen, weil er trotz 16mbit-DSL ewig zum Laden brauchte – was ist denn da los Apple?. Gut, Carpenter würde ich nach Desastern wie “Vampires” oder “Ghosts of Mars” auch nicht unbedingt einen gekonnte Wiederbelebung zutrauen, aber immerhin hat der gute Kerl eine gewissen Grundahnung, wie Grusel zu funktionieren hat. Mal davon abgesehen dürfte Carpenter mit einem gescheiten Kameramann seinen billigen 80er-Jahre-Videolook, den gerade seine Spätwerke “auszeichnete” (besser: zerstörte), los werden. Ich schüttel derweil einfach weiter den Kopf.

Wer sich “erschrecken” will, hier der Trailer:

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Texturmatsch improved – Alles neu macht der Mai

Texturmatsch improvedJuhu, endlich einmal wieder das Phrasenschwein gedroschen. Mein altes, kleines Webblog gefiel mir einfach nicht mehr so richtig, also musste etwas Neues her. Und glaubt mir, es gibt nichts ernüchternderes als sich stundenlang durch die schier unendliche Masse an vorgefertigten Themes zu wühlen, um denn entweder zu dem Ergebnis zu kommen, dass das alte Theme doch soo schlecht nicht ist, oder das man am neuen Theme viel zu viel ändern muss, damit es einem gefallen könnte.

Letzteres hatte den Relaunch meiner matschigen Seite dann auch ordentlich verzögert, oder es fast zu einer Odyssee gemacht. Gefunden hatte ich das wunderbare Theme “The Morning After” schon vor knapp drei Monaten. Nachdem es sich bei ersten Testversuchen gegen weitere Favoriten wie u.a. “AcosminTypo“, “EcolutionWarrior“, “Hellbiscuit Theme” oder “Firebug“  durchgesetzt hatte, war klar, was mir alles trotzdem nicht in den Kram passte:

- der Theme wirkte viel zu nüchtern. Die Farbkombination von hellen Grautönen mit leichten Farbakzenten durch die Artikelbilder und die kleinen Buttons in der Navigation mögen zwar für ein Nachrichtenmagazin durchaus passen, Texturmatsch muss aber bunter werden, allein schon des Namens wegen.

- die Aufteilung fande ich persönlich für ein Weblog eher suboptimal. Ich wollte mehr als einen großen Leitartikel,  ich wollte die alte Weblogaufteilung, die ich nach wie vor sehr gangbar finde.

- und gutes Blog braucht auch ein gutes Logo, also musste die Textüberschrift weichen.

- die Icons in dern oberen und seitlichen Navigation waren mir auch zu generisch, da musste etwas Eigenes her.

- ebenso mussten die Headergrafiken ausgetauscht werden, zu wenig bunt, nicht zum Thema des Blogs passend, ergo weg damit.

Gesagt, gedacht, angefangen zu tun und dann doch knapp drei Monate für die Umsetzung gebraucht. Erst dann fand ich alles stimmig genung am damit online zu gehen. Extrem bei meiner kleinen Designsuche haben mir natürlich Dafont und einige seiten mit Photoshop-Pattern geholfen. Vielen herzlichen Dank dafür und euch, lieben Besuchern, viel Spaß mit dem neuen “Texturmatsch”.

Kommt der Duke doch noch?

Oder besser doch nicht?3DRealms ist am Ende, “Duke Nukem Forever” ist erst einmal Geschichte und mit seinem Ende wird auch zugleich eine Ära im Ego-Shooter-Kosmus zu Grabe getragen, die mit genau jenem Titel seinen Anfang gefunden hatte. Der bunte, sich zu jeder Zeit ironisch hinterfragende Fun-Shooter gefüllt mit abstrusen Gegnern, irrwitzigen Macho-Dialogen und gezeichnet von einer übertriebenen Gewaltdarstellung ist nicht mehr.

Duke war für das Shooter-Genre immer der Paradiesvogel: dunkle Zukunftsvisionen, vertrackte Kellergewölbe oder gar Weltkriegsszenarien, “Duke Nukem Forever” trotze diesem Trend. Wer Duke Nukem spielte wollte Spaß, leichtbekleidete Mädchen und jede Menge Action, erwarb damit aber auch den Anarcho-Charme eines Macho-Helden, der genau jene Stereotypen der Shooter-Einheitsbrei-Protagonisten mit ihren eigenen Waffen (derbe Sprüchen, unbändige Kraft und hoher Sexappeal) ironisch gegen die Wand spielte. Auf Duke Nukem Forever zu warten hatte immer diesen herrlichen Beigeschmack einer kleinen, verbotenen Beziehung. 3DRealms werkelte seit Urzeiten, um genau zu sein 1997, an diesem Titel, veröffentlichte eine gute Anzahl von Teaster-Trailern und wurde zuletzt von keinem mehr wirklich ernst genommen. Trotzdem wartete man geduldig auf einen neuen Ausflug mit unserem “all American”-Shooter-Sweatheart.  Duke hätte allen “Call of Duties”, “Quakes”, “Gears of Wars” und “Unreal Tournaments” der Neuzeit gezeigt, was ein klassischer Shooter alles sein muss und was er auf keinen Fall sein darf. Dieser Wunschtraum fand leider letzte Woche sein unvermeidliches Ende.

Duke Nukem is taking forever?! Halt, vielleicht doch nicht. Twitter this funky new shit is your friend, my little son. Apogee Software, die Mutter 3DRealms, verkündet auf ihrem Twitter-Account, dass es nächste Woche eine Pressemitteilung zum Thema “Duke Nukem” geben wird. Gut, dass muss noch nichts heißen, schließlich werkelt Apogee gerade auch an einer “Duke Nukem Triologie” für den Nintendo DS und Sonys PSP. Aber es könnte durchaus etwas mit der Zukunft “Duke Nukem Forevers” zu tun haben, wir dürfen also gespannt sein. Bis dahin schau ich mir noch mindestens zehn Mal den Duke-Nukem-Forever-Abschiedstrailer an.

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