Ich mag Milieu-Studien, egal ob als Film oder Roman. Life is hot in Cracktown ist da das perfekte Beispiel. In dem nur als Cracktown bezeichneten Stadteil versuchen die verschiedensten Persönlichkeiten nebeneinander zu existieren. Manche haben Träume von einem besseren Leben, andere haben das Träumen schon längst verlernt. Buddy Giovinazzo skizzierte schon damals in seinem Roman einen ebenso lebendigen wie düsteren Mikrokosmus und konnte mich dank gut gestrickter Einzelschicksale fesseln.
Da freut es mich als Leser doch umso mehr, wenn eben jener Buddy Giovinazzo, dem bis jetzt der ganz große Wurf im Kino noch nicht gelingen konnte, sein kleines Meisterwerk selber verfilmen darf. Noch mehr freut es mich, wenn der erste Trailer einen sehr guten Eindruck macht. Eine düstere, trotzdem zwischen Hoffnung und Verzweiflung pendelnde Atmosphäre, gute Schauspieler und eine durchaus gekonnte Inszenieren lassen auf mehr hoffen. Wer Beweise möchte darf sich gerne einmal den Trailer anschauen.

